Fachkräftemangel War of Talents: Öffentliche Verwaltung vs. freie Wirtschaft

Von Ira Zahorsky

Die Digitalisierung und die Corona-Pandemie verändern die Arbeitswelt. Die Mitarbeiter wünschen sich flexibles Arbeiten, Unternehmenskultur und eine adäquate digitale Ausstattung. Welche Schrauben kann die öffentliche Verwaltung drehen, um im War of Talents zu punkten?

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Fachkräftemangel: Die öffentliche Verwaltung kann einiges tun, um für Mitarbeiter interessant zu bleiben.
Fachkräftemangel: Die öffentliche Verwaltung kann einiges tun, um für Mitarbeiter interessant zu bleiben.
(© Jiw Ingka - stock.adobe.com)

IT-Fachkräfte können es sich leisten, Forderungen an ihren Arbeitgeber zu stellen, denn sie werden händeringend gesucht. Da der öffentliche Sektor mit den Gehältern der freien Wirtschaft nicht mithalten kann, sollten Verwaltungen ihr verstaubtes Image aufpolieren, um für IT-Experten interessant zu werden.

Die Corona-Pandemie hat auch die Verwaltungen ins Homeoffice gezwungen. Die Annehmlichkeiten des Heimarbeitsplatzes möchten die wenigsten wieder aufgeben und wünschen sich zumindest einen hybriden Arbeitsplatz. Damit einher geht auch, die Arbeitszeit außerhalb einer Kernarbeitszeit flexibler zu gestalten. Dies käme nicht nur den Morgenmenschen und Nachteulen unter den Angestellten zugute: Auch die Bürger würden davon profitieren, wenn sie ihre Behördengänge früh morgens oder abends per Online-Sprechstunde erledigten könnten.

Die Mitarbeiterzufriedenheit und eine positive Arbeitsatmosphäre überwiegt oft die Bezahlung. Dazu gehören eine offene Kommunikation sowie Karrierechancen. Das Stimmungsbild kann beispielsweise über kurze Umfragen unter den Mitarbeitern erfragt werden. Die berufliche Weiterentwicklung wäre durch die Möglichkeit interner Beförderungen oder Fortbildungen abgedeckt. Wer die Expertise der eigenen Mitarbeiter anerkennt und fördert, zeigt dadurch seine Wertschätzung. Wird das Feedback der Mitarbeiter nicht berücksichtigt, macht sich unter Umständen Frust breit.

Zur Kommunikation und dadurch zur Prozessbeschleunigung wurden während der Pandemie-Homeoffice-Zeit zahlreiche Software-Lösungen implementiert. Hier sollte nun evaluiert werden, ob sich Funktionen überschneiden oder welche Funktionen und Tools noch fehlen. Ein „zu viel“ kann die Komplexität im Arbeitsalltag unnötig erhöhen. Ein „zu wenig“ kann die Mitarbeiter dazu verführen, sich eigene Lösungen zu suchen, die unter Umständen ein großes Sicherheitsrisiko darstellen. Gerade bei Verwaltungstätigkeiten, bei denen es um sensible Bürgerdaten geht, ist es essentiell, dass der Zugriff auf die verwendeten Lösungen entsprechend abgesichert ist und die Daten rechtssicher gespeichert werden.

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