eGovernment im Bauamt

Waghäusel: automatisierte Bauauskunft durch neue Software

| Redakteur: Gerald Viola

Automatisierte Bauauskunft der Stadt Waghäusel
Automatisierte Bauauskunft der Stadt Waghäusel (Foto: Geo12)

Bauanfragen sind eigentlich recht aufwendig in ihrer Bearbeitung. In der Stadt Waghäusel können die Mitarbeiter jetzt Bauanfragen praktisch auf Knopfdruck beantworten. Die Bauabteilung setzt eine neu entwickelte, in das bestehende WebGIS integrierte, automatisierte Bauauskunft ein.

Bauanfragen gehören zum Tagesgeschäft jeder kommunalen Bauabteilung. Bauherren benötigen Informationen zu den baulichen Festsetzungen auf Ihrem Grundstück. Das Bauamt benötigt für eine Beurteilung von Anfragen Informationen aus dem Bebauungsplan und Hinweise über potentielle Beeinträchtigungen zum Beispiel durch Altlasten oder Baulasten.

Bisher wurden diese Informationen aus verschiedenen Quellen gesammelt und für eine Beurteilung zusammengetragen. Früher erfolgte dies noch aus verschiedenen Ordnern und Aktenschränken, seit geraumer Zeit über das bei vielen Kommunen im Einsatz befindliche GIS. Allerdings bleibt dabei der Umstand erhalten, dass verschiedene Informationsquellen abgefragt werden müssen, um alle Daten zusammenzutragen.

Damit sind die Informationen nun zwar digital, doch weiterhin auf verschiedenen Tabellen und Ausdrucken verteilt.

Seit Kurzem nutzt die Stadt Waghäusel für diese Aufgabenstellung eine neue automatisierte Bauauskunft, die in Zusammenarbeit mit dem GIS und CAFM Anbieter GEO12 entwickelt wurde. Die neue GIS-Erweiterung ermöglicht es, alle entscheidungsrelevanten Informationen per Knopfdruck über das WebGIS System abzurufen.

Dabei werden Informationen zum Flurstück, dem dort geltenden rechtskräftigen Bebauungsplan, sowie der Lage innerhalb eines Schutzgebietes oder im Bereich einer Altlast, auf einem übersichtlichen Dokument inklusive Kartenausschnitt des Bebauungsplanes sowie einer Übersichtkarte zusammengestellt. Das Werkzeug ist in der Lage verschiedenste Datenquellen zu integrieren und in Verbindung mit räumlichen Abfragen und/oder Verschneidungen zu einer Gesamtinformation zusammenzustellen.

Das resultierende PDF ist mit Verlinkungen versehen, über die der gültige Bebauungsplan in seiner Gesamtheit oder die textliche Festsetzung aufgerufen werden können. Das Dokument kann nicht nur innerhalb der Stadtverwaltung genutzt werden, sondern auch anfragenden Bürgern oder Architekten zur Verfügung gestellt werden.

Dazu das städtische Bauamt: „Die neue Bauauskunft bietet für uns als Stadtverwaltung zweierlei großen Vorteil: Zum einen stellt sie eine deutliche Erleichterung innerhalb unseres Tagesgeschäftes dar und zum anderen sind wir damit in der Lage unseren Bürgern eine weitere wahrnehmbare Serviceverbesserung zu bieten.“

Derzeit kommt das neue Werkzeug innerhalb der Bauverwaltung zum Einsatz. Durch seinen offenen Technologieansatz kann es jedoch auch in anderen Themenbereichen und Fachämtern mit standardisierten Anforderungen eingesetzt werden. Die automatisierten Berichte und Auswertungen können zudem auch unabhängig vom GIS System abgerufen werden, wodurch nicht nur der Nutzwert, sondern auch die Zahl der Anwender signifikant gesteigert werden kann. Die Nutzung räumlicher Informationen in den unterschiedlichsten Geschäftsprozessen ist damit nicht länger an die entsprechenden Softwarelösungen gebunden.

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