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Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim

„Wagenheber“ richtet die Wirbelsäule auf

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Neue Entwicklungen sollen möglichst schnell eingesetzt werden

Für eine Universitätsklinik, zu deren Aufgaben auch Forschung und Lehre gehören, bestehe immer auch der Anspruch, nützliche neue Entwicklungen und Technologien so schnell wie möglich zum Patienten zu bringen. „Wir suchen immer wieder nach Möglichkeiten, gerade den älteren Patienten große und belastende Operationen zu ersparen, weil wir die Komplikationsraten kennen“, sagt Ines Manegold, Geschäftsführerin der Orthopädischen Universitätsklinik. Und in einer Universitätsklinik sehen die Ärzte in hohem Maße Patienten mit komplexen und schwierigen Krankheitsbildern. In Frankreich und Spanien würden die neuartigen Implantate schon recht häufig eingesetzt. Deutschland stehe da noch am Anfang, erläutert Ines Mangold.

Die Implantate bieten wesentliche Vorteile

Im Vergleich zu vielen herkömmlichen Implantaten, sieht die Orthopädische Universitätsklinik bei den neuen Produkten deutliche Vorteile. Der entscheidende ist, dass „SpineJack“, die vom Arzt während des Eingriffs vorgenommene Korrektur der Wirbelsäule aufrecht erhält. Dazu trägt die besondere Konstruktion des Implantats bei. Das Implantat hat wie ein Wagenheber oben und unten Plättchenfüße und stützt damit die Deck- und die Grundplatte – die Begrenzungen – des Wirbelkörpers ab. Im Unterschied zu anderen Implantaten, die ebenfalls dauerhaft im Körper bleiben, hat der „Wagenheber“ eine breitere Auflagefläche und kann so die Körperlast optimal auffangen.

Bisher wurden in der Orthopädischen Universitätsklinik rund 40 Patienten mit den neuen Implantaten versorgt. Knapp die Hälfte davon waren Patienten mit ganz gravierenden Frakturen. Für diese Gruppe war es ganz besonders wichtig – auf Grund ihres Alters und/oder Gesundheitszustandes – einen großen und belastenden chirurgischen Eingriff zu vermeiden.

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