Verbesserungen im Alltag durch neue Funktechnologie LoRaWAN

Vorzeigeprojekt in der Stadt Ulm gestartet

| Redakteur: Manfred Klein

Das neue Projekt soll nun die Impulse liefern, damit möglichst viele dieser Anwendungen umgesetzt werden. Denn: „Die besten Ideen entstehen aus ganz persönlichen Problemen und Wünschen im Alltag“, weiß Buchenscheit. Und: „Das LoRaWAN-Netz eröffnet im privaten Gebrauch, vor allem aber auch städtischen Betrieb, neue und nützliche Anwendungsbereiche“.

Seit Dezember – und damit deutlich schneller als geplant – sind nun schon die ersten Experimente mit dem LoRaWAN möglich. Im Laufe des Jahres 2017 sollen weitere Antennen folgen, um das Netzwerk flächendeckend in Ulm zu ­installieren. „Damit sind wir neben Städten wie Amsterdam, New York und San Francisco absolute Vorreiter mit dieser Technologie“, so Buchenscheit.

Zur Umsetzung wurden in einem ersten Schritt zunächst sechs Antennen installiert, die das Stadtgebiet von Ulm bereits abdecken.Das Netz kann aber jederzeit – durch Privatpersonen – erweitert werden. Dazu Christian Geiger: „Theoretisch können auch Privatpersonen dieses Netzwerk erweitern, indem sie sich eine Antenne kaufen und hinter ihren Router hängen. Vom Prinzip her kann dieses Netz also generisch weiter wachsen, ähnlich wie Freifunk. Wir haben aber nun den wichtigen Grundstein gelegt, dass auf dem Netz nun jeder frei entwickeln kann.“

Heribert Fritz, Vorsitzender der Initiative, wies zudem auf vielfältige Möglichkeiten der Technologie für Wirtschaft und Industrie hin. „Das Interesse der regionalen Wirtschaft daran ist jetzt schon riesig“. Er wünsche sich nun, dass möglichst viele Interessierte, ob Community, Wirtschaft oder Städte, „das kostenlose Angebot, das wir hiermit zur Verfügung stellen, nutzen und ausfüllen“.

Für Fachleute organisierte der ­Verein am zum Einstieg im „Verschwörhaus“ (Stadtlabor) am Weinhof einen ausgebuchten, kostenlosen Workshop zum Thema LoRaWAN, der sogar bei IT-Verantwortlichen umliegender Großstädte auf Interesse stieß. Auch Spezialisten der Stadtwerke und Professoren der Hochschulen Ulm, Neu-Ulm und Heidenheim informierten sich über die Möglichkeiten der Technologie.

Als Referenten waren die LoRaWan-Experten Alexander Overtoom und Fokke Zandbergen aus Amsterdam eingeladen. An beiden Tagen wurden Einblicke und Möglichkeiten für die Erstellung und Programmierung von Sensoren aufgezeigt und in praktischen Workshops die ersten Prototypen erstellt.

„Der Workschop soll Experten dazu bringen, schnell mit LoRaWAN zu experimentieren und Dinge für den Alltag zu entwickeln“, erläuterte Andreas Buchenscheit. Das Ergebnis dieser Experimente und Ideen könne dann aber von allen Ulmer genutzt werden oder diesen zu Gute kommen.

Ergänzendes zum Thema
 
initiative.ulm.digital e.V.

Auch der Ulmer OB Gunter Czisch lobte den Workshop. „Ich freue mich sehr darüber, dass unsere ­gemeinsamen Initiativen internationale Cracks nach Ulm gebracht haben. Kompliment für dieses außergewöhnliche Engagement“, so Gunter Czisch. Wichtig sei, besonders den jungen Leuten im Verschwörhaus die Gelegenheit zu ­geben, „zu experimentieren, auszuprobieren und auch außergewöhnliche Anwendungen/Innovationen zu entwickeln“. mk

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