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Vor 25 Jahren: Intel 80386 mit Mainboard

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Gute Zeiten für Händler

Die im Gegensatz zu SIMMs nicht mechanisch vor Verpolung geschützten SIPP-Module mit ihren empfindlichen Kontaktstiften sorgten damals bei Speicherupgrades für eine erhöhte Pulsfrequenz. Denn Speicher war 1991 mit etwa 150 D-Mark für ein Megabyte richtig teuer.

Der Chipsatz auf dem Board stammt von der 1984 gegründeten US-Firma Chips & Technologies, die 1997 von Intel übernommen wurde. C&T hatte mit Grafikchips angefangen, wurde dann aber durch den NEAT-Chipsatz für Intels 80286 populär.

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Der auf dem 386-Board eingesetzte Chips & Technologies CS8330-25 bestand noch aus sieben Chips und zusätzlich dem 82C206 als Peripherie-Controller. Für die Ansteuerung von Diskettenlaufwerken und Festplatte war noch eine separate Steckkarte zuständig, diese Funktionen wanderten erst später auf die Hauptplatine.

Erweiterungskarten nahmen in ISA-Slots Platz. Auf dem Chicony-Board sitzen sechs 16-Bit- und zwei 8-Bit-Slots. Der zusätzliche Slot vor dem letzten ISA-Steckplatz dient für den Einsatz einer 32-Bit-Speichererweiterungskarte. Auf dem Mainboard selbst finden nur acht MB Platz.

Für einen 386er-PC mit zwei MB RAM, VGA-Karte, 40-MB-IDE-Platte und zwei Diskettenlaufwerken (5,25 und 3,5 Zoll) zahlte man Ende 1990 übrigens etwa 3.150 D-Mark. Und drei Jahre später war der Rechner trotz diverser Upgrades eigentlich schon wieder veraltet und musste ersetzt werden. Goldene Zeiten für den Computer-Fachhandel.

Wenn Sie ebenfalls alte Hardware gesammelt haben und vielleicht noch ein spannende Geschichte dazu, dann schicken Sie mir Fotos und Texte. Die interessantesten Einsendungen nehmen wir dann mit auf. Bitte senden Sie nur selbst aufgenommene Fotos, an denen Sie die Rechte haben.

Dieser Artikel erschien erstmals bei unserer Schwesterzeitschrift IT-Business aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens.

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