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Gemeinschaftsprojekt „Unsere Verwaltung“ Von Insellösungen zu integrierten Anwendungen

| Autor / Redakteur: Harald Brüning / Gerald Viola

In der Vergangenheit war es bisher so, dass jeder Hersteller von Fachverfahren für Verwaltungen seine Dienste einzeln und autark angeboten hat. Die Folge davon waren Insellösungen. Das Gemeinschaftsprojekt „Unsere Verwaltung“ zeigt, dass es auch anders geht. Im Rahmen dieses Projekts fügen nun sieben Partnerunternehmen und drei Sponsoren ihre einzelnen Fachanwendungen für die Öffentliche Verwaltung zu einer Gesamtlösung zusammen und zeigen damit, welchen Mehrwert das elektronische Zusammenspiel verschiedener Lösungen für den Kunden bringen kann.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Unternehmen EKOM21, Fritz&Macziol, Healy Hudson, Infoma, ITA Systemhaus, PC Ware und Provox haben gemeinsam 13 konkrete Einzelszenarien für Kommunen entwickelt, die ein Zusammenspiel der Fachverfahren erlebbar machen und deren Interoperabilität zeigen. Unterstützung erhalten die sieben Anbieter dabei von den Unternehmen Microsoft, Intel und IBM.

„Unsere Verwaltung“ spiegelt eine virtuelle Stadt wider, die mit etwa 80.000 Einwohnern vor der Herausforderung stand, den Ansprüchen einer modernen Verwaltung gewachsen zu sein. Anhand von 13 realistischen Szenarien wird gezeigt, wie eine moderne Verwaltung aussehen kann. Bewährte Praxislösungen aus verschiedenen Fachverfahren arbeiten mithilfe durchdachter Technologien medienbruchfrei zusammen und verdeutlichen, welchen Mehrwert das Zusammenspiel der Anwendungen für Landkreise, Städte und Gemeinden sowie deren Bürger bringt.

Die Einsatzbeispiele demonstrieren, wie in einer vollständig integrierten Verwaltung bewährte Praxislösungen aus verschiedenen Fachbereichen einer Verwaltung medienbruchfrei zusammenarbeiten. So soll der Service für Bürger und Unternehmen deutlich verbessert werden. Außerdem sinken die Prozesskosten und die Modernisierung der Verwaltung wird nachhaltig unterstützt.

Die einzelnen zu integrierenden Anwendungen sind beispielsweise medienbruchfreie Auskunfts- oder Antragsstellung, interkommunale Zusammenarbeit, Ordnungswidrigkeiten oder das neue öffentliche Finanzwesen. Alle diese Szenarien basieren auf bereits in der Praxis genutzten Installationen der Partnerunternehmen.

Ein Beispiel dafür ist die Einführung eines zentralen Steuerungs- und Informationssystems in der niedersächsischen Stadt Salzgitter. Wegen der Vielzahl unterschiedlicher Quellen war der manuelle Aufwand für die Erstellung von Berichten dort bisher hoch. Darüber hinaus lief das Reporting auch nicht standardisiert ab: So arbeiteten viele Verwaltungsbereiche mit ihren eigenen Zahlen und Definitionen. Die für Steuerungszwecke relevanten Informationen waren datentechnisch über diverse Fachverfahren verteilt und nur mit hohem Aufwand vernetzbar. Die Auswertung von Daten und die anschließende Aufbereitung über Berichte erfolgten mühsam über die Abfrage von Datenbanken mit Standardwerkzeugen wie Access und Excel. Zur professionellen Bearbeitung von Planungs- und Steuerungsprozessen ist das Berichtswesen einer Kommune jedoch auf ein Informationsmedium angewiesen, das die Daten aktuell, schnell und zuverlässig erschließt und darüber hinaus auch leicht zugänglich präsentiert.

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