eGovernment Summit 2011

Von eGovernment zu Open Government

Seite: 3/4

Firmen zum Thema

Ähnlich umfassend wurden auch die Folgen sozialer Netzwerke für den Öffentlichen Dienst diskutiert. So kam Dr. Wilfried Bernhardt, Staatssekretär und Landes-CIO im Freistaat Sachsen, zusammen mit seiner Arbeitsgruppe bei der Frage, ob der Einsatz von Facebook in der Verwaltung reglementiert werde müsse, zu dem Schluss: „Vielleicht ist es gar nicht so entscheidend, ob man Regularien einführt. Entscheidender ist wohl, dass die Mitarbeiter sensibilisiert werden, was die möglichen Wirkungen von Facebook anbelangt. Wovon gehen wir aus? Von einem aufgeklärten Mitarbeiter oder einem Mitarbeiter, den wir an die Hand nehmen müssen? Vieles ist also nicht durch Regularien zu bewältigen, sondern durch eine notwendige Mitarbeiterführung. Regulierung ist dann bloß noch die Klarstellung bestehender Grundsätze, bei der es in besonderem Maße darauf ankommt, die Verhältnismäßigkeit zu beachten. Man sollte hier das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.“

Bildergalerie
Bildergalerie mit 9 Bildern

Auch die Arbeitsgruppe, die sich mit der Frage befasste, ob die Öffentliche Verwaltung durch soziale Netzwerke in die Lage versetzt werde, ihre Aufgaben besser zu erledigen, kam zu einem differenzierten Bild. Schnell wurde deutlich, dass soziale Netze zur Effizienzsteigerung beitragen, wenn es darum geht zu informieren. Weniger geeignet sind die Netze dann schon für den Bereich der Kommunikation und gänzlich ungeeignet für den Bereich der Transaktion.

Uneingeschränkte Zustimmung fand dagegen die Hypothese eines internen Beamtennetzwerkes. Angesichts des demografischen Wandels fasste der Sprecher der Arbeitsgruppe, Dr. Georg Thiel aus dem Bundesinnenministerium, das Ergebnis so zusammen: „Warum gibt es das nicht schon längst.“

Föderale IT-Infrastruktur

(ID:2053428)