eGovernment Summit 2011

Von eGovernment zu Open Government

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Für Thomas Köhler von RSA liegen die Probleme vor allem im Bereich der IT-Sicherheit: „Die größten Herausforderungen entstehen durch neue Komplexitätsebenen. eGovernment und Open Government werden nicht eins zu eins in elektronische Prozesse übersetzt werden. Vielmehr geht es darum, Verwaltungsprozesse zu modernisieren und die damit notwendigen Informationstechnologien bereitzustellen. Eine erfolgreiche Umsetzung bedingt aber auch, dass mehr fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Verwaltungsorganisation, Rechts- und Informationssicherheit und den Technologieanbieter beziehungsweise dem Betreiber vom Verwaltungsmanagement unterstützt wird. Insbesondere wird die Rechts- und Informationssicherheit weiterhin eine signifikante Herausforderung darstellen. Wir stehen heute von einer komplett neuen Risikolandschaft. Die Angriffsszenarien und Motive für die Attacken auf Regierungssysteme haben sich stark verändert. Um künftig gegen Cyber-Angriffe besser gewappnet zu sein, wird es notwendig sein, neue Kompetenzen aufzubauen, die eine stärkere Vernetzung innerhalb der Öffentlichen Verwaltung erfordern.“

Deutlich werde dies besonders an den aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit Open Data und Open Government, so Köhler. „Open Data und Open Government stehen für die nachhaltige Öffnung von Staat und Verwaltung. Beide spielen eine signifikante Rolle, die zahlreiche technische und strategische Facetten umfasst. Die Vertrauenswürdigkeit der Angebote und der tatsächliche Nutzen für die Bürger und die Wirtschaft sind elementare Erfolgsfaktoren. Die Herausforderungen liegen dabei meiner Ansicht nach einerseits bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Bereitschaft, adäquate Investitionen bereitzustellen. Die Verarbeitung von großen Datenmengen stellt zudem neue Anforderungen an die Automatisierung von Datenklassifizierungen und der Datensicherheit. Allein aus wirtschaftlichen Gründen muss die Umsetzung von Richtlinien künftig computergestützt zu jeder Zeit überprüft werden können. Statische Zertifizierungen und Audits sind unzureichend, um die Vertrauenswürdigkeit für dynamische Open-Data- und Open-Government-Anwendungen herzustellen“, so Köhler.

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Darüber hinaus sehe er die Notwendigkeit, das Risikomanagement auszubauen. „Insbesondere weil die Anforderung der Vernetzung von offenen Verwaltungsdaten zu unerwarteten Konsequenzen führen kann, wie etwa die Verknüpfung von anonymisierten Daten mit Daten, die den Personenbezug wieder herstellen.“

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