Bezirksamt Neukölln Von Amts wegen zukunftsorientiert

Redakteur: Susanne Ehneß

In Deutschlands Gemeinden herrscht Sparzwang. Ein möglicher Weg zur Kostenkonsolidierung liegt in einer effizienten IT-Infrastruktur. Auch beim Berliner Bezirksamt Neukölln verspricht man sich davon viel. Eine leistungsstarke Netzwerklösung von Avaya soll künftig die Einführung digitaler Behördenservices erleichtern und IT-Kosten nachhaltig reduzieren.

Firmen zum Thema

Das Bezirksamt Neukölln
Das Bezirksamt Neukölln
(Bild: Avaya)

Personalausweis verlängern, Auto anmelden oder Wohngeld beantragen: Behördengänge sind zeitaufwändig und manchmal lästig, bis dato jedoch meist unumgänglich. Das soll sich ändern: Mit dem im Sommer 2013 verabschiedeten eGovernment-Gesetz bricht nun auch in deutschen Ämtern und Behörden das Computerzeitalter an. Bis 2020 will die Bundesrepublik ihre Verwaltungsprozesse effizienter und bürgerfreundlicher gestalten. Das verpflichtet die Behörden, umfangreiche Online-Informationen bereitzustellen sowie elektronische Bezahlverfahren zu ermöglichen. Unverzichtbare Grundlage für derartige Services sind moderne Informations- und Kommunikationstechnologien. Diese müssen hohen Sicherheitsstandards entsprechen und dennoch eine Vielzahl unterschiedlicher Dienste und Anwendungen abbilden.

Um die Anforderungen einer digitalen Verwaltung künftig reibungsfrei umzusetzen, hat das Bezirksamt Neukölln schon jetzt seine komplette Netzwerkarchitektur modernisiert – und das, obwohl es an den bislang eingesetzten Komponenten von Avaya nichts auszusetzen gab. „Unsere Bandbreitenauslastung im bisherigen Netzwerk hatte noch Reserven“, erläutert Christian Conrad, der beim Bezirksamt Neukölln den Fachbereich IT leitet.

Langfristig planen

Es gab also keinen akuten Handlungsbedarf. Trotzdem war klar, dass das bisherige Netzwerk dem steigenden Bandbreitenbedarf langfristig kaum gewachsen sein würde und altersbedingte Systemrisiken bei den Geräten mit der Zeit kontinuierlich steigen. „Mit der Netzwerkmodernisierung haben wir rechtzeitig die Rahmenbedingungen für bestehende und zukünftige eGovernment-Services geschaffen“, erklärt Conrad.

Inzwischen sorgt im Bezirk Neukölln eine hochmoderne Ethernet-Switching-Lösung von Avaya für die reibungslose Datenkommunikation. Während im Netzwerkkern jeweils zwei redundant ausgelegte VSP-9000-Core-Switches eine maximale Ausfallsicherheit und Stabilität gewährleisten, sorgen im Edge-Bereich Ethernet-Routing-Switches (ERS) der Familien ERS 5000 und ERS 4000 für eine schnelle und sichere Datenübertragung. Jede der insgesamt 25 Außenstellen ist über zwei redundante Leitungswege mit dem Backbone verbunden. Das verbessert die Ausfallsicherheit der einzelnen Standorte.

Zudem trägt die hochskalierbare Netzwerkarchitektur dem erhöhten Bandbreitenbedarf Rechnung. „Die Datenübertragung zwischen den Außenstellen, dem Bezirksrathaus und dem zentralen Rechenzentrum der Stadt Berlin ist somit auch mittelfristig gesichert“, freut sich IT-Projektleiter Andreas Wanski. Schon heute ermöglicht das Behördennetz multiple 10-Gigabit-Ethernet-Anbindungen, zukünftig kann das Netzwerk auf 40- und 100-Gigabit-Ethernet hochgerüstet werden.

Das stellt einen maximalen Investitionsschutz für das Bezirksamt Neukölln sicher. Für Conrad ist dies ein wichtiger Mehrwert: „Der VSP 9000 verfügt über enorme Leistungsreserven – und zwar sowohl in der zukunftsweisenden 27-Terabyte-Midplane-Architektur als auch hinsichtlich der Integration neuer Module und Services. Damit sind wir für die kommenden Jahre bestens gerüstet“, ist der IT-Leiter überzeugt.

Davon profitieren nicht nur die rund 318.000 Neuköllner Bürger. Auch die 1.900 Mitarbeiter der Behörde werden bei ihrer Arbeit nicht durch Leitungsengpässe oder eine gestörte Datenkommunikation behindert.

Der Körnerpark in Neukölln: eine der schönsten Gartenanlagen in Berlin
Der Körnerpark in Neukölln: eine der schönsten Gartenanlagen in Berlin
(Bild: Avaya)
„Über unser Netz laufen detaillierte Informationen über Bürger, Firmen und Institutionen, neben dem Kassensystem sind auch verschiedene zentrale Fachverfahren daran angebunden. Dementsprechend unverzichtbar sind maximale Verfügbarkeit und Sicherheit“, so Netzwerkmanager Wanski.

So lassen sich Sicherheitsrisiken beispielsweise durch eine Mehrbenutzer-Mandantenfähigkeit und Rechte-Verwaltung senken sowie erforderliche Anpassungen im Netzwerk mithilfe leistungsstarker, graphischer Managementwerkzeuge unkompliziert und zeitnah umsetzen. „Potenzielle Bedrohungen und Störungsfälle können identifiziert und beseitigt werden, noch bevor sie Schaden anrichten“, so Wanski.

Weniger Kosten

Die Ethernet-Switching-Lösung trägt zudem zur nachhaltigen Kostenreduzierung bei, und zwar nicht nur hinsichtlich der verbesserten Energieeffizienz. Die auf der standardisierten Shortest-Path-Bridging-Technologie basierende Netzwerkarchitektur ebnet in Neukölln den Weg zu einer kostengünstigen IP-Echtzeitkommunikation und schafft die Basis für eine flexible Ende-zu-Ende-Virtualisierung im Netzwerk. „Dank der VSP-9000-Technologie können wir die positiven Effekte der Virtualisierung schneller, preisgünstiger und effektiver erschließen “, resümiert Wanski.

Fazit

Die Migration des Netzwerks verlief für Anwender und Kunden unbemerkt. „Es gab nicht einen einzigen Tag, an dem die Verfügbarkeit der Rathausdienste eingeschränkt war oder einzelne Bürgerservices ausgefallen wären“, erklärt Conrad stolz. Denn obwohl der Projektplan auf möglichst geringe Ausfallzeiten abgezielt hatte, kam die völlig unterbrechungs- und fehlerfreie Umschaltung im laufenden Betrieb für die Projektbeteiligten dennoch überraschend. Verantwortlich dafür ist nach Ansicht der Neuköllner Behörde vor allem die enorm gute Zusammenarbeit mit dem Implementierungspartner Arktis. „Die Netzwerkexperten verstehen unsere Bedürfnisse und haben sie in der neuen Netzwerkarchitektur engagiert und konsequent umgesetzt“, lobt der IT-Leiter. „Damit sind wir infrastrukturell auf die digitalen Services der Zukunft schon heute bestens vorbereitet.“

(ID:42676181)