Suchen

eHealth: Mobile IT-Anwendungen revolutionieren das Gesundheitswesen

Vom Telenotarzt bis zu Blutkonserven mit Köpfchen

Seite: 3/3

Firmen zum Thema

Mobiler und vernetzter Pflegedienst

Gerade für mobile Kräfte im ambulanten Pflegedienst ist mobile Informationstechnologie besonders wichtig. Die Zahl der Personen, die zuhause Pflegedienstleistungen empfangen, liegt derzeit bei rund 68 Prozent – Tendenz steigend. Die Zahl aller Pflegebedürftigen beläuft sich auf mehr als zwei Millionen Menschen. Bis 2050 prognostizieren Experten eine Erhöhung um 145 Prozent. Gleichzeitig verzeichnen wir jedoch einen gewaltigen Personalmangel und so wird die Gewährleistung einer allumfassenden Pflege immer schwerer.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Hier setzt das Projekt VitaBIT an. Die mobile IT-Lösung sorgt für die reibungslose Kommunikation im ambulanten Pflegedienst. Auf einer offenen Plattform sammeln Pflegekräfte und Ärzte alle notwendigen Patienteninformationen in einer zentralen digitalen Akte und stellen sie allen Beteiligten im Pflegenetzwerk ortsunabhängig bereit. Mit mobilen Endgeräten greifen alle auf diese Daten zu und optimieren so die Kommunikationsprozesse.

Besonderer Fokus liegt auf der Sicherheit der Daten. Gerade Patientendaten sind äußerst sensibel und erfordern eine ganzheitliche Datenschutzstrategie. VitaBIT leistet dies über eine SD-Karte (CmCard/SD) und die viel kleinere MikroSD-Karte (CmCard/µSD), auf denen die Pflegeakte ver- und entschlüsselt wird. Der „Code-Meter“-Sicherheitschip legt den Zugriff auf die Daten fest und steuert diesen.

Diese neue Lösung kommt in Zukunft vielen Anwendungsbereichen zugute.

„VitaBIT wurde ursprünglich für den mobilen Pflegedienst entwickelt, inzwischen zeigen aber auch stationäre Pflegedienste Interesse an einer modifizierten Version der Informationsplattform“, sagt Oliver Winzenried, Vorstand der Wibu-Systems AG und Projektleiter von VitaBIT. „Im Pflegebereich gibt es ein breites Einsatzfeld für mobile IT-Anwendungen, die Möglichkeiten sind bei Weitem nicht ausgeschöpft. Zudem erfordert der qualitative und quantitative Pflegenotstand neue Strategien.“

IT-Sicherheit ist für alle SimoBIT-Projekte ein Forschungsschwerpunkt. SimoBIT will mehr Risikobewusstsein schaffen, denn IT-Sicherheit ist für die Realisierung fast aller mobilen Anwendungen unverzichtbar. Die relevanten Schutzziele bestehen in der Verfügbarkeit, der Vertraulichkeit und der Sicherung der Integrität von Kommunikationsprozessen sowie in technischen Aspekten. Mobile Geschäftsprozesse können nicht auf IT-Sicherheit verzichten.

(ID:2047372)