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News Vitako: SAGA 3.0 ist für kommunale IT-Projekte wenig geeignet

| Redakteur: Gerald Viola

Der Leitfaden für eGovernment-Anwendungen SAGA 3.0 ist kein Standard für Projekte auf kommunaler Ebene. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister,

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Der Leitfaden für eGovernment-Anwendungen SAGA 3.0 ist kein Standard für Projekte auf kommunaler Ebene. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister, Vitako. Dazu Matthias Kammer, Vorstandsvorsitzender von Vitako: „Für Bundesbehörden gibt das Dokument wichtige Anregungen für die Konzeption und Ausschreibung. Im kommunalen Bereich hingegen ist das Handbuch nur bei Großprojekten mit hohen Anforderungen an offene Systemarchitekturen und Interoperabilität uneingeschränkt anwendbar.“ Für kleinere und mittlere IT-Projekte, für Projekte deren Ergebnisse für weniger als fünf Jahre genutzt werden und für Projekte, die keine Nutzung durch mehrere Kommunen vorsehen, sei eine standardisierte Anwendung von SAGA jedoch nicht zu empfehlen.„Selbst für umfangreiche Projekte im kommunalen Umfeld wird es in vielen Fällen langwierig und teuer sein, aus dem Informationspool, das für das Projekt Relevante herauszufiltern“, so Kammer. Und auch bei den Anforderungen an die IT-Infrastruktur sieht der Verband für den kommunalen Bereich Probleme. „Eine konsequente Umsetzung von SAGA 3.0 würde große Teile der heutigen IT auf kommunaler Ebene in Frage stellen“, so Kammer. Die SAGA-Autoren hätten sich zum Beispiel auf offene Standards festgelegt. Offene Lösungen seien aber – besonders für kleinere kommunale Projekte – nicht per se wirtschaftlich. Die weitgehende Festlegung auf Java (und PHP als Empfehlung) gehe ebenfalls oft an der kommunalen Realität vorbei. Diese sei häufig auf Basis von Visual Basic, Excel und Access realisiert. Verwaltungen mit einer reinen Microsoft-Strategie müssten die Anwendung von SAGA vermutlich als unwirtschaftlich ablehnen.“Kommunen sollten SAGA-Kriterien nicht pauschal als Bestandteil von Ausschreibungen verwenden“, rät der Kammer, auch wenn die von SAGA 3.0 verfolgten Ziele, wie die Gewährleistung medienbruchfreier Informationsflüsse, natürlich auch kommunale Themen seien.

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