Kosten und Energieverbrauch deutlich senken

Virtualisierung auch in kleinen Organisationen?

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Primärer Speicher für virtuelle Umgebungen

Bestimmte NAS-Systeme – wie beispielsweise ReadyNAS von Netgear – unterstützen die Verwendung eines Arrays als Virtualisierungsspeicherplattform für die Ausführung von Live-VM. Die VM-Replikation von einem NAS zu einem anderen bietet zusammen mit der Anwendungssicherung eine integrierte Disaster-Recovery-Lösung für virtuelle Serverumgebungen.

Dieses Szenario ist typisch für kleinere Umgebungen. Das primäre NAS ist zur Replikation zu einem sekundären dezentralen NAS konfiguriert. Durch Verwendung von Snapshots werden vollständige VM-Umgebungen erfasst, einschließlich Server, Anwendungen und zugehörige Datendateien.

Die VM können auf das sekundäre NAS durch Anschluss eines Hypervisors und Ausführung der replizierten VM unmittelbar aktiviert werden. Dies sorgt für eine schnelle Wiederherstellung von Anwendungen und Daten nach einem Notfall. Angesichts der Tatsache, dass sich jedes NAS zu einem anderen replizieren lässt, muss das sekundäre Gerät nicht dasselbe Modell oder dieselbe Kapazität wie das ursprüngliche Gerät aufweisen.

Es muss lediglich ausreichend Kapazität zur Unterstützung der Auslastung und der Daten verfügbar sein. Wenn mehrere NAS-Geräte an einem Standort eingesetzt werden, ist es darüber hinaus möglich, Daten live von einem Gerät zum anderen zu replizieren oder zu migrieren.

Virtualisierte Netzwerkarchitektur

Die STP Informationstechnologie AG mit Sitz in Karlsruhe ist einer der umsatzstärksten Anbieter für Rechtsanwalts-Software in Deutschland. Für eine zukunftssichere Modernisierung der IT- und insbesondere der Netzwerkarchitektur wurde die Entscheidung getroffen, sämtliche bestehenden Server und LAN-Komponenten durch eine neue IT zu ersetzen. Dabei sollten bestehende Altsysteme stufenweise abgeschaltet und die Server in eine virtualisierte Umgebung übertragen werden.

Durch die Umstellung auf eine virtualisierte Infrastruktur sollten Effizienz und Flexibilität gesteigert sowie das Ressourcenmanagement optimiert werden.

Bei der STP kamen bis zu 70 Server zum Einsatz, die durch Platzmangel im Serverraum nicht logisch strukturiert angeordnet werden konnten. Die STP AG setzt ein ESX-Cluster ein, das aus fünf Hosts mit redundanter SAN-Anbindung besteht.

Das Cluster betreibt wiederum 50 bis 60 virtuelle Maschinen, die in einer heterogenen Umgebung auf Microsoft- und Linux-Betriebssystemen laufen und wichtige Prozesse in unterschiedlichen Geschäftsbereichen steuern. An den Servern sind etwa 200 Desktop-Rechner angeschlossen. Daneben werden bei STP auch etwa 100 mobile Endgeräte und 30 Notebooks eingesetzt, die sich über 15 WLAN Access Points oder per VPN mit dem Firmennetz verbinden. Geschützt wird das Netzwerk durch vier DMZ und drei Firewalls.

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