Digitalisierung

Viele Kommunen sind nicht bereit für die eRechnung

| Autor: Susanne Ehneß

68 Prozent der Empfänger digitaler Rechnungen drucken diese nach Erhalt aus und bearbeiten sie manuell weiter
68 Prozent der Empfänger digitaler Rechnungen drucken diese nach Erhalt aus und bearbeiten sie manuell weiter (© stockpics - stock.adobe.com)

Laut Gesetz müssen Kommunen ab April 2020 in der Lage sein, Rechnungen vollständig digital empfangen und weiterverarbeiten zu können. Die Zeit bis zum Stichtag sollte rege genutzt werden, denn laut einer Studie des Instituts ibi research – im Auftrag von GiroSolution und giropay – sind 39 Prozent der befragten Kommunen noch nicht bereit für die eRechnung.

Rund 43 Prozent der befragten Kommunen hingegen sind up to date, sie haben mit der Umsetzung begonnen und erwarten, diese bis April 2020 abgeschlossen zu haben. Immerhin 19 Prozent der Kommunen sind laut Studie heute schon komplett bereit für elektronische Rechnungen.

Die Ergebnisse im Überblick:

Medienbruch

Dennoch gibt es weiterhin Medienbrüche: 68 Prozent der Empfänger digitaler Rechnungen drucken diese nach Erhalt aus und bearbeiten sie manuell weiter. Und ein ebenso hoher Anteil gibt die Daten aus einer elektronischen Rechnung manuell in das behördeneigene IT-System ein.

„Überraschend ist, wie viel Potenzial zur Zeit- und Kosteneinsparung durch den Medienbruch, bereits digital vorliegende Rechnungen wieder in einen papierbasierten Prozess zu überführen, auf der Strecke bleibt“, kommentiert Dr. Markus Hild, Geschäftsführer von GiroSolution.

Die Befragten gaben an, für die rein papierbasierte Bearbeitung des gesamten Rechnungsprozesses im Durchschnitt 21 Stunden aufzuwenden. Werden Papierrechnungen in einen digitalen Workflow überführt, dauert die Bearbeitung laut Befragung nur knapp 13 Stunden. Wird der ganze Vorgang vollständig digital erledigt, reduziert sich der Zeitaufwand auf neun Stunden.

Hürden

Zu den größten zu erwartenden Hürden bei der Einführung der eRechnung in den Behörden gehören laut Befragung

  • die Anpassung der Prozessabläufe (70 Prozent),
  • die Schaffung der Akzeptanz innerhalb der Organisation (69 Prozent) sowie
  • die technische Umsetzung der bestehenden Abläufe und die Integration der eRechnung in die IT (je 48 Prozent).

Link zur Studie

Die Befragung finden Sie online HIER.

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§6 (2) (2) Rechnungsempfänger, die nicht an das HKR-Verfahren des Bundes angeschlossen sind,...  lesen
posted am 15.11.2018 um 07:50 von Unregistriert

die eRechnungsverordnung tritt für Bundesbehörden bereits in 4 Wochen in Kraft - für alle...  lesen
posted am 14.11.2018 um 10:12 von Unregistriert

Ich meine, dass die KoSIT auch einen Viewer für XRechnungen bereitstellen wird, bin mir aber nicht...  lesen
posted am 14.11.2018 um 09:30 von Dina Haack

Guten Tag, meine Absicht war es nicht, Halbwarheiten zu verbreiten. Ich wollte nur anmerken, dass...  lesen
posted am 14.11.2018 um 09:11 von Dina Haack

Frau Haack, haben Sie sich die eRechnungsverordnung mal durchgelesen. Verpflichtend ist es für...  lesen
posted am 14.11.2018 um 07:16 von Unregistriert


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