eGovernment in Niedersachsen

Verwaltungsreform wird zum Treiber für eGovernment

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Schlüsselprojekte im eGovernment

Weitere Schlüsselprojekte waren die im Herbst gestartete Plattform zur elektronischen Weiterleitung von Gewerbemeldungen und NAVO – das Niedersächsische Antragssystem für Verwaltungsleistungen Online, das durch den niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann ebenfalls auf der CeBIT freigeschaltet wurde.

Die Gewerbe-Plattform edin-gewerbe erlaubt es den 428 Gewerbeämtern in Niedersachsen jährlich rund 1,5 Millionenen Gewerbemeldungen an rund 180 verschiedene öffentliche Stellen (Kammern, Finanzämter, Statistikbehörde etc.) zu verteilen. Basis des Verfahrens ist eine zentrale Plattform für eGovernment-Prozesse („eGovPro").

„Mit dem Aufbau dieser Plattform hat das Land Niedersachsen eine hochmoderne Basis geschaffen, um auch viele weitere Geschäftsprozesse der Öffentlichen Verwaltung komplett elektronisch zu unterstützen“, heißt es dazu aus Hannover.

Im Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) wurde zudem ein zentraler Webservice entwickelt, den die Fachverfahren der Kommunen jetzt zur Verteilung der Gewerbemeldungen nutzen können.

edin-gewerbe nimmt die Meldungen entgegen, prüft sie auf Vollständigkeit und fachliche Korrektheit, ordnet einen qualifizierten Branchenschlüssel zu und leitet die Daten nach den gesetzlichen Vorgaben an die entsprechenden Stellen weiter.

Damit wird das Projekt dem oben formulierten Anspruch gerecht, die Kommunen verstärkt in die Entwicklung von eGovernment einzubeziehen.

Dazu Sandra von Klaeden: „Mit edin-gewerbe haben wir die Grundlage geschaffen, dass Gewerbemeldungen auch innerhalb der Öffentlichen Verwaltung komplett elektronisch bearbeitet werden können. Land und Kommunen gehen damit einen weiteren bedeutenden Schritt hin zu einer effizienteren und zukunftsfähigen Verwaltung.“

Mit der Einführung von edin-gewerbe sei eine weitere Maßnahme umgesetzt worden, die in Kooperation zwischen dem Land Niedersachsen und den niedersächsischen kommunalen Spitzenverbänden im Jahr 2007 vereinbart wurde.

Hinzufügen sollte man aber, dass das Projekt Teil des seit 2010 aktiven Dienstleistungsportals des Landes ist, das also noch unter der Ägide des Vorgängers Christoph Lahmann konzipiert und umgesetzt wurde.

Mit NAVO hingegen bietet das Land für Bürger, Unternehmen und die Verwaltung selbst eine Kommunikations- und Transaktionsplattform, die durch die Möglichkeit der direkten Anbindung von elektronischen Fachsystemen punktet. Dabei orientiert sich NAVO stark an den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen. Es ist kein Fachverfahren für eine bestimmte Antragstellung, sondern für grundsätzlich jede Verwaltungsleistung geeignet.

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