Handlungsempfehlungen für den IT-Planungsrat

Verwaltungsinformatiker fordern mehr Transparenz bei Open Government

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Jörn von Lucke
Jörn von Lucke
(Archiv: Vogel Business Media)
„In der Debatte zu Open Government geht es um das Verständnis von Öffnung: Mit welchen eigenen Schwerpunkten wollen wir als Gesellschaft, Politik und Verwaltung diese Öffnung aktiv gestalten.“

Die vier Handlungsempfehlungen zu Open Government

Aus Sicht des Fachbereichs Informatik in Recht und öffentlicher Verwaltung sowie der Fachgruppe Verwaltungsinformatik der Gesellschaft für Informatik ergeben sich zu diesen Fragen folgende vier Handlungsempfehlungen zu Open Government für Politik und Verwaltung:

Die skizzierten Veränderungen müssen noch stärker öffentlich debattiert werden

Die Gesellschaft für Informatik selbst wird mit Beiträgen ihrer Gliederungen die bisher eher technisch, politisch und rechtlich getriebene Diskussion um Facetten zur gesellschaftspolitischen Verantwortung und zur Technikfolgenabschätzung bereichern. Hierzu steht sie mit ihren Mitgliedern, Fachbereichen und ihrer Expertise als kompetenter Gesprächspartner bereit.

Ein gemeinsames Verständnis suchen

Insgesamt sollte rasch ein gemeinsames Verständnis der Öffnung von Staat und Verwaltung gefunden werden, aus dem sich Leitbilder, ambitionierte Ziele und Strategien zur ganzheitlichen Erreichung dieser Vorgaben ableiten lassen.

Die sieben skizzierten Prinzipien verstehen sich für diesen öffentlichen Diskurs als Impuls der GI-Fachgruppe Verwaltungsinformatik.

Weltweiter Erfahrungsaustausch

Politik und Verwaltung müssen diesen Erkenntnisweg nicht mehr alleine gehen. Über 57 Staaten beteiligen sich bereits an der internationalen Open Government Partnerschaft (http://www.opengovpartnership.org), um gemeinsam die aktuelle Herausforderung der Öffnung zu bewältigen und um dabei voneinander zu lernen.

Wertvolle Impulse kommen dann nicht mehr nur aus der Verwaltung, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Netzgemeinde, sondern auch aus dem ständigen Austausch mit anderen Akteuren weltweit, die vor Ort vor denselben Herausforderungen stehen und diese zeitnah lösen müssen. Von einer Einbettung in einen solchen offenen und kontinuierlich konstruktiv angelegten Verbesserungsprozess würden alle Bürger und unsere Wirtschaft profitieren.

Fördern und forschen

Gerade mit Blick auf den skizzierten akuten Forschungsbedarf einerseits sowie laufende und beabsichtigte Forschungen zu Open Government andererseits empfiehlt es sich für Bund, Länder und Kommunen, mit gezielten, abgestimmten Fördermaßnahmen zum gemeinsamen Wissensaufbau beizutragen und im Sinne von Open Access dieses Wissen allen Interessierten frei zugänglich zu machen.

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