rlp-Middleware

Verwaltungsarbeit weitergedacht

02.01.2007 | Autor / Redakteur: Matthias Bongarth / Gerald Viola

Eine leistungsstarke und umfassende eGovernment-Plattform gilt bereits in fast allen Öffentlichen Institutionen als das wichtigste strategische Instrument für eine ausbaufähige, komfortable und kosteneffiziente Online-Verwaltung. Eine durchgängige eGovernment-Plattform dient damit nicht zuletzt auch als Motor für die kontinuierliche Verwaltungsmodernisierung.

Die Vernetzung aller Beteiligten, das Beschleunigen zeitraubender Vorgänge, das Optimieren komplexer Abstimmungsprozesse: All das stellt für eine moderne Verwaltung nicht nur einen entscheidenden Wert- und Imagefaktor in puncto Bürgerfreundlichkeit und Standortattraktivität dar, sondern erfüllt auch beispielhaft die Forderung nach kostensensiblen Lösungen im Öffentlichen Bereich. Entscheidend hierfür ist die durchdachte Integration unterschiedlicher Fachverfahren, Anwendungen und Basistechnologien zu einem funktionalen und einheitlichen Gesamtsystem. In Zusammenarbeit mit Microsoft hat das Land Rheinland-Pfalz hierfür im Rahmen seiner Strategie „eGovernment aus einem Guss“ eine Lösung mit Modellcharakter geschaffen – mit der rlp-Middleware als Basis für eine effiziente Kommunikationsstruktur.

Die rlp-Middleware ist dabei die zentrale Technologieplattform, die neue Verbindungen zwischen Bürgern, Unternehmen sowie Landes- und Kommunalverwaltungen schafft – mit nachweisbarem Mehrwert. Dieses flexible und funktionale System beseitigt fachliche und technische Hürden, die einer zielgerichteten Kommunikation der Partner untereinander entgegenstehen. So ermöglicht die rlp-Middleware Anbietern und Nutzern den Einstieg in ein leistungsfähiges eGovernment. Das Ergebnis ist eine effiziente, kostengünstige und rechtssichere Kommunikation über alle Applikationsgrenzen hinweg.

Service im Mittelpunkt

Die wichtigsten Bausteine der rlp-Middleware sind:

  • das GovernmentGateway (als Portal),
  • die Virtuelle Poststelle und
  • der OSCI-Intermediär.

Weitere Systeme – wie Content Management System, Formularmanagementsystem, Dokumentenmanagementsystem, der Verwaltungsbriefkasten und der rlp-Service 24, der den medienbruchfreien Zugriff auf hochsichere Verfahren über das Internet erlaubt – runden die rlp-Middleware ab und sind zusammen mit den genannten Modulen in die Gesamtstruktur integriert.

Ein Portal für alle

In vielen Verwaltungen laufen Fachanwendungen teilweise auf unterschiedlichen Betriebssystemen wie Microsoft Windows, Linux oder Großrechner-Systemen. Die Strategie des GovernmentGateway setzt hier auf die Nutzung offener Standards wie XML, mit der diese Informationen unabhängig von ihrem Speichermedium zusammengeführt und ihren Nutzern zur Verfügung gestellt werden, ohne dass bestehende Applikationen und Abläufe erst aufwendig angepasst werden müssen. Über das GovernmentGateway als zentrales, webbasierendes Portal erfolgt der Zugriff auf alle verfügbaren eGovernment-Anwendungen. Hier können Bürger wie Unternehmen alle Leistungen ihrer Kommunal- und Landesbehörden abrufen – übersichtlich und unter einem einheitlichen Dach.

Ausgeklügelte Sicherheitsmerkmale – wie etwa ein mehrstufiges Firewall-Konzept, eine verlässliche Server-Architektur und die SSL-Verschlüsselung sensibler Informationen – ermöglichen dabei den maximalen Datenschutz. Eine flexible Nutzer- und Rechteverwaltung sorgt dafür, dass jeder Anwender nur innerhalb der ihm zugewiesenen Zuständigkeits- und Tätigkeitsbereiche agiert. Auf diese Weise kann man bestimmte Benutzergruppen wie Anwälten, Architekten oder Notare mit mehr Rechten ausstatten, sodass diese als sogenannte Power-User in engem elektronischen Kontakt mit der Verwaltung stehen. Auch die Administration des GovernmentGateway ist dank der einheitlichen Struktur und der zentralen Benutzerverwaltung denkbar einfach und problemlos. Gemeinschaftsaufgaben müssen nur einmal ausgeführt und alle zentralen Module wie etwa Registrierung, Bezahlung, Signaturprüfung oder Transportfunktion nur einmal aufgebaut und gepflegt werden.

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