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Risikomanagement in der Öffentlichen Verwaltung Versteckten Gefahren mit Spezialsoftware auf der Spur

| Autor / Redakteur: Hadi Stiel / Gerald Viola

Mit jedem Schritt der Optimierung von Verwaltungsprozessen in Öffentlichen Verwaltungen wachsen die operationalen Risiken. Das gilt sowohl für die internen und Behördengrenzen überschreitenden Prozesse als auch für die gegenüber Bürgern und Wirtschaft. Experten sind sich einig: Systeme und Maßnahmen zur Minimierung operationaler Risiken sollten von Anfang an die Verwaltungsprozessoptimierung flankieren.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Andernfalls kann es zu intolerablen Einbußen und Schäden kommen. Und: Gerade die Behörden sollten auf integre, das heißt, von allen Seiten unanfechtbare Abläufe, bedacht sein.

Die Digitalisierung des Verwaltungsprozesse bringt es mit sich: „Abläufe werden soweit wie möglich automatisiert und gestrafft. Aktionen, die vorher für die Verantwortlichen und Bearbeiter transparent waren, werden im Hintergrund abgewickelt. Parallel nimmt die Sensibilität der Prozesse zu. Denn wird nur ein Glied der Prozesskette angegriffen, kann dies den kompletten Geschäftsablauf zu Fall bringen“, sagt Holger Frietsch, Practice Manager Business Intelligence bei Logica. Zudem wachse die Gefahr, dass sich interne wie externe Personen die Automatismen für Informationsdiebstähle und Betrügereien zunutze machten. Was für die Unternehmen und ihr Geschäft zutreffe, gelte auch für die Behörden. „Sie geraten über die Optimierung ihrer Prozesse in den Sog vielfältiger operationaler Risiken“, so Frietsch. IT-Risiken, die sich schnell auf die Verwaltungsabläufe niederschlagen könnten, seien davon nur ein Teil. „Wie ihre Kollegen in der Wirtschaft werden die Verantwortlichen mit finanziellen, Sicherheits-, Compliance- sowie Human-Resource-Risiken konfrontiert sein.“

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Er sieht angesichts des Gefahrenpotenzials kaum Unterschiede zwischen der Privatwirtschaft und der Öffentlichen Verwaltung und für die Behörden deshalb keinen Grund, sich in Sicherheit zu wiegen. Frietsch: „Behörden wachsen, angetrieben durch eGovernment, unweigerlich ins Anforderungsprofil eines professionellen Risikomanagements hinein. Und sie müssen handeln, um nicht unvorbereitet in hohe und schlecht argumentierbare Schäden hineinzulaufen.“

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