Modellkommunen gesucht

Vernetzung vom Bäcker bis zur Behörde

| Autor: Susanne Ehneß

Das Projekt „Lokaler Online-Marktplatz“ will die lokalen Dienstleister verknüpfen und dadurch Standorte attraktiver machen
Das Projekt „Lokaler Online-Marktplatz“ will die lokalen Dienstleister verknüpfen und dadurch Standorte attraktiver machen (© tatoman - stock.adobe.com)

Baden-Württemberg möchte die Versorgungsstrukturen in den Städten und Gemeinden attraktiver gestalten und hat einen dazu einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben.

Mit den Möglichkeiten der Digitalisierung sollen regionale Märkte und der innerörtliche Handel Baden-Württembergs gestärkt werden. Dazu wurde nun das Projekt „Lokaler Online-Marktplatz“ ins Leben gerufen.

Bündelung von Handels-, Dienstleistungs- und Behördenangeboten

Die lokalen Händler sowie die öffentlichen und privaten Dienstleister – also vom Bäcker und Handwerker über Banken und Ärzte bis hin zu Behörden und Bildungseinrichtungen – sollen miteinander vernetzt werden. Dabei werde ganzheitlich gedacht, um den Mehrwert für Einwohner, Kunden und Gäste zu steigern. Ziel sei nicht nur, Online-Händler wie Amazon auszubremsen, sondern den Gemeinden zu ermöglichen, ein umfangreiches Informationsangebot zu platzieren.

Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, erklärte anlässlich des Ausschreibungsstarts: „Mit dem Projekt ‚Lokaler Online-Marktplatz‘ können wir für den ländlichen Raum durch digitale Lösungsansätze Verbesserungen im Bereich der Nahversorgung erreichen. Durch die Bündelung von Handels-, Dienstleistungs- und Behördenangeboten auf einem attraktiven lokalen Online-Marktplatz können die Versorgungsstrukturen vor Ort kundenfreundlich gestärkt werden.“

Ein solches Online-Portal eröffne die Möglichkeit, die verschiedenen Attraktionen einer Gemeinde zu kumulieren. „Einerseits besteht die Chance, Informationen und lokale Nachrichten aus der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. Andererseits kann auf die Leistungsfähigkeit der ansässigen Gewerbetreibenden und Einzelhändler vor Ort aufmerksam gemacht werden“, so Hauk.

Bis zu 200.000 Euro Förderung

Am Ideenwettbewerb können kreisangehörige Städte und Gemeinden sowie interkommunale Zusammenschlüsse teilnehmen. Prämiert werden laut Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Konzepte der Kommunen zum Aufbau eines lokalen Online-Marktplatzes im ländlichen Raum. Eine Förderung erfolge für den im Konzept dargestellten Aufbau des lokalen Online-Marktplatzes.

Die Höhe des Förderbetrages orientiere sich an der Konzeption des Online-Marktplatzes und könne bis zu 200.000 Euro betragen. Es ist eine Projektlaufzeit von zwei Jahren vorgesehen, losgehen soll es in den Modellkommunen ab Herbst 2018.

Die Bewerbungen sind bis spätestens 31.07.2018 (Ausschlussfrist) einzureichen.

Mehr Infos zum Projekt finden Sie online HIER.

Die Ausschreibung zum Ideenwettbewerb finden Sie online als PDF HIER.

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