Digital City

Vernetzte Plattformen für die moderne Stadt

| Autor / Redakteur: Romy Farber* / Ann-Marie Struck

Digitale Plattformen für einen schnelleren, effizienteren und bequemeren Umgang mit Behörden.
Digitale Plattformen für einen schnelleren, effizienteren und bequemeren Umgang mit Behörden. (© zerofoto - stock.adobe.com)

Städte, die ein attraktiver Ort für Menschen und Unternehmen sein wollen, müssen auch ihre digitalen Angebote vorantreiben. Ein smarter Ansatz sind webbasierte Handels- und Kommunikationsplattformen, die Bürger, Unternehmen, Organisationen und Behörden als Social Community miteinander verbinden.

Die Digitalisierung und der damit einhergehende Gebrauch von Internetdiensten für Onlinebanking, Kleiderkauf und Hotelbuchungen stellt Städte zunehmend vor die Herausforderung, mit eigenen smarten Servicekonzepten zu reagieren. Viele Stadtverwaltungen wollen die Möglichkeiten der digitalen Entwicklungen nutzen, um die Standortqualität für Bewohner, Touristen, Fachkräfte und Unternehmen zu halten.

Ziel ist es, das Leben und den Handel vor Ort zu verbessern sowie die Kommunikation und die Interaktion in dem Netzwerk „Behörde – Bürger – Unternehmen – Organisationen“ zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Herausforderung liegt allerdings darin, die physische Welt als digitales Abbild in eine Plattform zu übertragen.

Beispielsweise bauen immer mehr Städte eine Onlinepräsenz auf, sind multimedial mit Text und (Bewegt-)Bild oder sogar via Social Media aktiv und stellen vor allem Informationen und Formulare digital bereit. Einen Anwohnerparkplatz beantragen, den Wohnsitz an- und ummelden oder Briefwahlunterlagen anfordern – inzwischen können all diese Anträge vielerorts online gestellt werden. Zudem werden spezielle Portale eingerichtet, über die etwa Eltern ihr Kind für einen Kita-Platz vormerken lassen können.

Anschließend wird der Antrag ausgedruckt, per Post verschickt und schließlich in der Verwaltung manuell bearbeitet. Dabei wäre es deutlich effizienter, eine Plattform zu nutzen, über die Antragsstellung und -bearbeitung digital erfolgen. Bei der Entwicklung der Öffentlichen Verwaltung hin zum digitalen Servicedienstleister ist somit noch deutlich Luft nach oben.

Laut eGovernment MONITOR 2017 etwa, sind gerade einmal 50 Prozent der Befragten zufrieden mit den vorhandenen digitalen Verwaltungsangeboten. Dabei würden Online-Dienste deutlich häufiger genutzt, wenn sie gut strukturiert und einfach zu bedienen sind; wenn Anfragen über eine zentrale Anlaufstelle im Internet mit möglichst wenig zeitlichem und nervlichem Aufwand getätigt werden können.

Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergab, dass sich mit 83 Prozent die Mehrheit der Bürger wünscht, Behördengänge komplett digital erledigen zu können. Auch Kommunen schätzen den Mehrwert der Digitalisierung als hoch bis sehr hoch ein. Die meisten scheitern allerdings an einer ganzheitlichen Strategie.

Digitale Plattform für Information, Kommunikation und Handel

Das 2013 in Kraft getretene E-Government-Gesetz zielt klar darauf ab, dass der Umgang mit Behörden schneller, effizienter, bequemer, transparenter und kostengünstiger wird. Um dies auf Basis einer ganzheitlichen digitalen Strategie zu unterstützen, entwickelten die Softwareunternehmen CMP International AG und BCT Deutschland GmbH in strategischer Partnerschaft mit der Gesellschaft für kommunalen Einkauf mbH eine sogenannte Digital-City-Plattform.

Das webbasierte Informations-, Kommunikations- und Handelsportal für Produkte und Dienstleistungen dient Städten als lokaler digitaler Marktplatz. Zugrunde liegt der Digital-City-Plattform das Konzept „Clicks & Bricks“, denn sie vernetzt die digitale Welt (Clicks) mit physisch präsenten Bürgern, Unternehmen, Organisationen und Behörden (Bricks) als Social Community.

Die Plattform selbst setzt sich aus drei zentralen Bereichen zusammen: Über einen digitalen Einkaufsbereich können Kommunen und Städte benötigte sowie ausgeschriebene Waren und Produkte automatisiert, effizient und vergabekonform erwerben. Für den digitalen und direkten Austausch der Bürger untereinander sowie mit lokalen Unternehmen und Organisationen sorgt wiederum ein Kommunikationsportal mit Social-Media-Elementen. User werden über die Plattform zielgerichtet durch die verschiedenen Angebote der Stadt geleitet. Zudem wird die Ad-hoc-Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen lokal ansässiger Unternehmen ermöglicht. Der dritte Bereich umfasst die digitale Interaktion der Bürger mit ihrer Behörde – die digitalen Bürgerservices.

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Lieber Leser, bei diesem Artikel handelt es sich nicht um einen bezahlten Text, sondern um einen...  lesen
posted am 30.07.2018 um 10:07 von Ehneß

Das ist wohl eher ein Sponsored Article  lesen
posted am 30.07.2018 um 09:41 von Unregistriert


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