Cybersicherheitsstrategie NRW Vernetzen und Zusammenarbeiten

Von Eva Hornauer

In der Digitalisierungsstrategie 2.0 des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) wurde die Cybersicherheit zwar als ein wichtiges Handlungsfeld beschrieben, konkrete Maßnahmen dazu blieben aber zunächst außen vor. Nun stellt NRW zwei Projekte vor, die die Cybersicherheit für Bürger und Unternehmen im Land verbessern sollen.

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NRW setzt in Sachen Cybersicherheit auf Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung
NRW setzt in Sachen Cybersicherheit auf Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung
(© Ar_TH – stock.adobe.com)

Vergangene Woche stellte die Landesregierung NRW ihre neue Cybersicherheitsstrategie sowie den ersten Bericht zur Cybersicherheit in Nordrhein-Westfalen vor. Der Bericht zur Cybersicherheit 2020 „informiert im Auftrag der Landesregierung über wichtige Entwicklungen innerhalb der nordrhein-westfälischen Cybersicherheitslandschaft und die Lage der Cybersicherheit im Land im Jahr 2020“, so das Innenministerium des Landes.

Strategie und Bericht zur Cybersicherheit im bevölkerungsreichsten Bundesland wurden von der im Innenministerium ansässigen Koordinationsstelle Cybersicherheit – in Zusammenarbeit mit dem IMA Cybersicherheit – erstellt. Der Bericht zeigt unter anderem die Entwicklung von Cyberkriminalität in Nordrhein-Westfalen auf.

Im Cybersicherheitsbericht 2020 werden drei Schlussfolgerungen zur digitalen Sicherheitslage des Landes NRW gezogen:

  • 1. Der Faktor Mensch ist in Sachen Cybersicherheit die größte Schwachstelle. Deshalb möchte NRW weiterhin präventions- und Hilfsangebote in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zur Cybersicherheit stellen.
  • 2. Cybersicherheit ist enorm wichtig in einer immer digitaler werdenden Welt. Die Landesregierung NRW habe deshalb „die Wichtigkeit der Cybersicherheit im Kontext technologischer Fortschritte erkannt und den Handlungsbedarf der verschiedenen Felder in der Cybersicherheitsstrategie definiert“.
  • 3. NRW verfüge bereits über starke Cybersicherheitsakteure – die Vernetzung dieser Akteure sei deshalb immens wichtig um neue Kooperationen entstehen lassen zu können.

Die neue Cybersicherheitsstrategie des Landes NRW, die zunächst bis 2024 gelten soll, leitet sich aus den Erkenntnissen des Cybersicherheitsberichtes ab. Mit den Worten des nordrhein-westfälischen Innenministers, Herbert Reul, lässt sich der Kerngedanke der Cybersicherheitsstrategie von NRW wohl so zusammenfassen: „Je besser wir untereinander vernetzt sind und zusammenarbeiten, umso dichter ist unser digitales Sicherheitsnetz für Bürger und Unternehmen.“

Ziel der neuen nordrhein-westfälischen Cybersicherheitsstrategie soll es sein, die Cybersicherheit in NRW zu erhöhen, die Koordination und Kooperation im Land zu stärken und die „Cybersicherheit als Erfolgsfaktor für Nordrhein-Westfalen zu etablieren“.

In Zukunft will sich NRW auf zwei Projekte zur Erhöhung der Cybersicherheit im Land konzentrieren: die Optimierung der Datenlage zur Cybersicherheit und den digitalen Cybersicherheits­kompetenzcheck für Bürger. Letzteres Projekt – der CyberCheck NRW – soll Bürgern die Möglichkeit geben, online Fragen zum Thema Cybersicherheit zu beantworten, um so den eigenen Wissensstand zu überprüfen und gegebenenfalls Informationen zum „nachbessern“ zu erhalten. NRW setzt in Sachen Cybersicherheit also vor allem auf die Aufklärung und Sensibilisierung der Bürger. Ähnliches ließ sich auch schon in der Digitalisierungsstrategie 2.0 des Landes erkennen.

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