Wer bezahlt die Geodaten?

Vermessungsverwaltungen fordern Geld für Open Data

| Redakteur: Gerald Viola

Offene Geodaten: Wer bezahlt die Rechnung?
Offene Geodaten: Wer bezahlt die Rechnung? (Foto: intergeo)

Heftige Diskussionen auf der Intergeo sind vorprogrammiert: Die Politik schmückt sich mit Open Data, die Kataster- und Vermessungsverwaltungen fordern im Vorfeld der Kongressmesse Geld. Und das sind nicht die einzigen Probleme, die bei der Nutzung von Geodaten entstehen.

„Bei der kommerziellen Nutzung offener Geodaten von öffentlichen Anbietern kollidieren zum Teil nationales und internationales Copyright-, Urheber- und Lizenzrecht. Auch der Datenschutz ist oft nicht klar geregelt“, nennt Arnulf Christl zwei Aspekte der aktuellen Problematik beim Thema Open Data.

Hemmend würden auch unklare Begrifflichkeiten wirken. „Nicht klar geregelt sind zum Beispiel die Definitionen von

  • Open Data,
  • Volunteered Geographic Information (VGI) oder
  • Crowdsourced Data.

Wenn die beteiligten Player in einen Austausch treten, sind also Missverständnisse praktisch programmiert“, erklärt Christl.

In seinem Vortrag „Nutzung von OSM-Daten im Public Sector“ im Kongressprogramm der INTERGEO, die vom 9. bis zum 11. Oktober 2012 in Hannover stattfindet, wird sich der Experte deshalb unter anderem solchen Begriffsklärungen zuwenden und darüber hinaus Hinweise zu den unterschiedlichen Lizenzen für Geodaten geben.

Von Interesse sei auch ein Blick auf den internationalen Umgang mit Open Data: „Jedes Land handhabt das anders“, weiß Christl.

Während zum Beispiel Neuseeland und Südafrika ihre Daten jetzt mit OpenStreetMap verknüpfen wollen, mussten englische Behörden erst von der Politik verpflichtet werden, überhaupt einen Teil der Geodaten frei zur Verfügung zu stellen.

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