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Open Data in Berlin Vermessungsverwaltung gibt amtliche Geodaten frei

Redakteur: Manfred Klein

Die amtlichen Geodaten der Berliner Vermessungsverwaltung stehen seit dem 1. Oktober entsprechend den Open-Data-Prinzipien des Landes kostenfrei für Bürger und Unternehmen zur Verfügung. Berlin unterhält nun, zusammen mit Hamburg, eines der größten Open-Data-Portale in Deutschland.

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Im Augenblick muß Berlin für Open Data noch bezahlen. Doch das soll sich ändern.
Im Augenblick muß Berlin für Open Data noch bezahlen. Doch das soll sich ändern.
(Foto: PinkShot - Fotolia.com)

Die Daten – dazu zählen unter anderem die in den Bezirken geführte Automatisierte Liegenschaftskarte, topografische Landeskartenwerke, Luftbilder und daraus abgeleitete entzerrte Digitale Orthophotos sowie Informationen über Bodenrichtwerte – dürfen für jeden kommerziellen und nicht-kommerziellen Verwendungszweck umfassend genutzt werden.

Der Staatssekretär für Bauen und Wohnen Ephraim Gothe: „Gesellschaftliche Zukunftsthemen wie Klima, Energie, Mobilität oder Demographie sind auf Geoinformationen angewiesen. Mit der Freigabe der amtlichen Geodaten wird die Umsetzung der Open-Data-Initiative des Landes Berlin fortgeführt und ein wichtiger Beitrag für die nachhaltige Öffnung von Staat und Verwaltung geleistet. Die Umsetzung von Open Data im Berliner Vermessungswesen stärkt die Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit im Land Berlin und bietet nutzerfreundliche Angebote für Bürgerinnen und Bürger.“

Mit der Einführung der Kostenfreiheit wird gleichzeitig das Lizenzrecht vereinfacht. Die umfassenden Nutzungsrechte werden nicht mehr durch individuelle Nutzungsverträge eingeräumt. Es gelten die von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt veröffentlichten Nutzungsbestimmungen, die auf der „Verordnung zur Festlegung der Nutzungsbestimmungen für die Bereitstellung von Geodaten des Bundes (GeoNutzV)“ beruhen. Die Nutzungsbestimmungen beziehen sich nicht nur auf Geodaten sondern auch auf Geodatendienste sowie Metadaten.

Für Daten, die bis auf weiteres nur offline bereitgestellt werden können, werden geringfügige Bereitstellungskosten erhoben. Für Daten, die bis auf weiteres nur offline bereitgestellt werden können, werden geringfügige Bereitstellungskosten erhoben.

Nicht erfasst von Open Data werden amtliche Auskünfte und Auszüge aus dem Liegenschaftskataster sowie Bescheinigungen und Beglaubigungen, für die weiterhin Gebühren erhoben werden.

Berlin entgehen zwar, wie der Berliner Tagesspiegel meldet, „durch die kostenlose Freigabe der Daten derweil rund eine Million Euro jährlich“, wie aus der Antwort auf eine kleine Anfrage des Piraten-Abgeordneten Simon Weiß hervorgehe.

In diese Einnahmen eingerechnet seien aber auch Gebühren, die andere Kommunen an Berlin zahlten und damit letztlich wieder der Steuerzahler.

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