Baden-Württemberg

Verbindliche Standards machen den Weg frei für eGovernment

03.02.2009 | Autor / Redakteur: Manfred Klein / Manfred Klein

Verbindliche Standards des Innenministeriums sollen eGovernment und Dienstleistungsrichtlinie voranbringen
Verbindliche Standards des Innenministeriums sollen eGovernment und Dienstleistungsrichtlinie voranbringen

Mangelnde Interoperabilität war und ist eines der Hauptprobleme von eGovernment – das gilt besonders für das föderal organisierte Deutschland. In Baden-Württemberg versuchen die Verantwortlichen, diesem Fallstrick mit einem jährlich aktualisierten Grundsatzdokument zur Standardisierung zu entgehen.

Nach eigenem Bekunden können die Baden-Württemberger außer Hochdeutsch alles. Die Frage ist, ob das auch beim eGovernment gilt. Sicher ist jedenfalls, dass – im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern – die Verantwortlichen in Stuttgart wenig Aufhebens um ihre Arbeit machen. Dabei ist das Land durchaus in die wichtigen eGovernment-Projekte der Bundesrepublik involviert. So hat das „Ländle“ zusammen mit Schleswig-Holstein die Federführung im Deutschland-Online-Projekt zur Einführung der EU-Dienstleistungsrichtlinie übernommen und zum Jahreswechsel wurde ein Grundsatzdokument über IT-Standards im eGovernment veröffentlicht.

eGovernment-Grundprinzipien

In dem Dokument heißt es zur Begründung: „Das eGovernment-Konzept besteht aus einer Fülle von Einzelmaßnahmen und Konzeptionen, die jede für sich, aber auch in ihrer Gesamtheit ein Instrumentarium darstellen, mit dem die Landesregierung den Einsatz der IuK angemessen planen, steuern und koordinieren sowie die abgestimmten Konzepte wirkungsvoll umsetzen kann.“

Die Grundprinzipien für die Umsetzung und die erzielten Erfolge definiert man in Stuttgart so:

  • Wirtschaftlichkeit.
  • Privatisierung, große IuK-Aufgaben wie der Betrieb des Landesverwaltungsnetzes, Aufbau und Betrieb des Portals „service-bw“ und der Anwendungen für die Neuen Steuerungsinstrumente sind privatisiert.
  • Vereinheitlichung, etwa einheitliche Formate für den Dokumentenaustausch, Arbeitsplatz für die einheitliche Bürokommunikation in der Innenverwaltung.
  • Spezialisierung, also Konzentration der IuK-Aufgaben in den IuK-Zentren des Landes (LZfD und IZLBW).

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