Fallbeispiel Havelhöhe

Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit

| Autor: Ira Zahorsky

Im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe verbessert das Patientendokumentationssystem Apenio die Zusammenarbeit und Arzneimitteltherapiesicherheit.
Im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe verbessert das Patientendokumentationssystem Apenio die Zusammenarbeit und Arzneimitteltherapiesicherheit. (Bild: Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe)

Die Frage, wie Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) im komplexen Pflegealltag gewährleistet werden kann, beschäftigt derzeit viele Pflegeeinrichtungen. Die eingesetzte Patientendokumentationssoftware apenio des Bremer IT-Dienstleisters atacama soll im Rahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit unterstützen.

Im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe begegnet man den Herausforderungen der Arzneimitteltherapiesicherheit mit der Digitalisierung der Patientendokumentation und damit der Abkehr von der papierbasierten Patientenakte. Das 319-Betten-Haus, das nach den Grundsätzen der anthroposophischen Medizin arbeitet, nutzt ein digitales Informationssystem, das ursprünglich lediglich der Pflegeplanung diente, sich inzwischen aber zu einem interdisziplinäre Dokumentationssystem entwickelt hat. Pflegekräfte, Ärzte und Therapeuten greifen in ihrer täglichen Arbeit auf dasselbe System zu. Das hat zur Folge, dass die Abläufe innerhalb des Hauses effizienter und sicherer gestaltet werden.

Das tief integrierte Expertensystem für Medikation „AiDKlinik“ stellt aufbereitete Markt- und Wissensdaten zur Medikation und Arzneimitteltherapiesicherheit zur Verfügung und hält apenio so stets auf dem aktuellen Stand. Medikamente der Hausliste sind entsprechend gekennzeichnet und werden automatisch eingepflegt. Die Übersicht und Kontrolle aller Medikamentenbestände auf der Station wird dadurch für die Einrichtung vereinfacht.

Enge Zusammenarbeit aller Beteiligter

Apenio hat sich damit von einem System der Pflege zu einem interdisziplinären Dokumentations- und Kommunikationssystem entwickelt, wie Pflegedienstleiterin Maria Jung beschreibt: „Erst in der täglichen Arbeit haben wir die Möglichkeiten gesehen, die uns die Software tatsächlich bietet. Sie spiegelt unseren Therapieansatz sehr gut wider: Die anthroposophische Medizin verlangt nach einer engen Zusammenarbeit aller an der Patientenversorgung Beteiligter.“

Heute wird apenio als zentrale Datendrehscheibe für die medikamentöse und pflegerische Behandlung in der Psychosomatik, der Palliativmedizin, der Schmerztherapie und der Gynäkologie eingesetzt, die Onkologie soll folgen.

Umfassende Dokumentation

Durch die Software wird aber nicht nur die interdisziplinäre Zusammenarbeit gestärkt und vereinfacht, auch die Übergaben werden effizienter. Basis dafür ist eine umfassende Dokumentation, die im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe komplexer ist als in anderen Häusern. „Bedarfsgaben in der Schmerzmedikation etwa dokumentieren wir sofort. Der Arzt kann sich dann die genauen Zeitpunkte anschauen und seine Schlüsse für die Therapie ziehen. Ist die Grundmedikation zu niedrig? Warum bekommt der Patient die Medikamente zu diesen Zeiten? Das macht das Behandlungsgeschehen transparenter“, erläutert Krankenschwester Annika Briesenick. „Vieles können wir in der Übergabe einfach nicht erfragen. Das System erleichtert hier die Kommunikation sehr.“

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