Aufrechterhaltung des TK-Netzbetriebs in der Coronakrise

Verbände fordern uneingschränkten Zugang für Servicetechniker

| Autor: Julia Mutzbauer

Die TK-Verbände fordern eine bundesweit einheit­liche Sonder­genehmigung für Servicetechniker, die ihnen auch im Fall noch weiterreichender Ein­schränkungen gestattet, für die Sicherstellung des Netzbetriebs zu sorgen
Die TK-Verbände fordern eine bundesweit einheit­liche Sonder­genehmigung für Servicetechniker, die ihnen auch im Fall noch weiterreichender Ein­schränkungen gestattet, für die Sicherstellung des Netzbetriebs zu sorgen (© kirill_makarov – stock.adobe.com)

Die zunehmenden Beschränkungen der Bewegungsfreiheit als Folge der COVID-19-Pandemie stellen Bürger, Unternehmen und Politik vor große Herausforderungen. Gerade in dieser Situation sind leistungsfähige TK-Netze (Telekommunikationsnetze) eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen miteinander kommunizieren, mobil arbeiten und sich informieren können. Deshalb fordern die TK-Verbände BREKO, ANGA, Bitkom, BUGLAS und VATM eine bundesweit einheitliche Regelung um sicherzustellen, dass Unternehmen und ihre Dienstleister eine Sondergenehmigung für Servicetechniker erhalten.

Die TK-Verbände fordern eine einheitliche Regelung, die den Zugang der Servicetechnikern zu Anlagen der Sprach- und Datenkommunikation sowie der Fernseh- und Radioübertragung während der Ausgangsbeschränkungen sicherstellt, um im Störungsfall schnell reagieren zu können.

Die Freizügigkeit der Techniker sei zwar nach dem aktuellen Stand der Beschränkungen weiterhin gewahrt, jedoch sei es in einzelnen Kommunen schon zu Problemen kommen. Sven Knapp, Geschäftsleiter des BREKO-Hauptstadtbüros erklärt, dass die Forderung grundsätzlich eine präventive Maßnahme ist, um im Fall weiterer Einschränkungen dafür zu sorgen, dass die Sicherstellung des TK-Netzbetriebs systemrelevant ist. „Unser Ziel ist es bundesweit für eine einheitliche Lösung zu sorgen“, so Knapp.

„Die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung und der Verwaltung, die Tätigkeit von Sicherheitsbehörden, die Verhinderung von Versorgungsengpässen, die wirtschaftliche Tätigkeit der Industrie und vieler Unternehmen, ebenso wie das mobile Arbeiten und die private Kommunikation hängen von einem einwandfreien Funktionieren der Telekommunikationsnetze ab. Unsere Unternehmen und ihre Dienstleister benötigen eine einfache und bundesweit einheitliche Sondergenehmigung, die ihnen auch im Fall noch weiterreichender Einschränkungen gestattet, für die Sicherstellung des Netzbetriebs zu sorgen“, betonen die Präsidenten der Verbände Thomas Braun (ANGA), Achim Berg (Bitkom), Norbert Westfal (BREKO), Theo Weirich (BUGLAS) und Martin Witt (VATM).

Die Verbände haben dazu den Verantwortlichen in Bund und Ländern einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. „Wir gehen davon aus, dass Krisenstab, Länder und Kommunen zeitnah die erforderlichen Grundlagen für entsprechende Ausnahmerechte schaffen“, so die Präsidenten der TK-Verbände.

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