Interview mit SAP-Public-Sector-Chef Guido Schlief

Unzureichende IT-Unterstützung von Verwaltungsprozessen

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Können Sie uns jeweils Beispiele für entsprechende Projekte im Public Sector in Deutschland nennen?

Schlief: Ein gutes Beispiel für das Thema mobile Arbeitsplätze ist das Projekt „Mobile Lebensmittelprüfung“ beim Landesamt für Natur-, Lebensmittel- und Verbraucherschutz, das derzeit umgesetzt wird.

Hier wurde eine mobile App auf Basis der SAP Mobile Plattform entwickelt, die die Lebensmittelprüfer bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen soll. Weitere Apps sollen folgen. Wichtig ist hierbei, bereits in der ersten Konzeptionsphase sehr eng mit den Endanwendern zusammen zu arbeiten. Das zeigen auch die Projekte, die wir in Krankhäusern mit unserer mobilen Patientenakte SAP Electronic Medical Record durchgeführt haben beziehungsweise aktuell durchführen.

Im Bereich der Fachverfahren kann ich gerne ein Beispiel aus dem Bereich Sozialversicherung nennen: die Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.

Auf dem Weg hin zu einer bundesunmittelbaren Behörde hatten sich die verschiedenen Träger früh auf den Transformationsprozess eingestellt und erkannt, dass eine Zusammenführung der verschiedensten Fachverfahren nicht zielführend sein würde. Es fiel eine klare Entscheidung in Richtung eines Plattform-Ansatzes und damit letztendlich für die SAP-Plattform.

Heute kann die Sozialversicherung eine zukunftssichere Lösung für alle beteiligten Verwaltungseinheiten bieten, die sich unter dem Dach der neuen Bundesbehörde zusammengefunden haben.

Außerdem sind wir derzeit mit einer Landeseinrichtung in finalen Gesprächen, um 80 technologisch getrennte Fördermittelverfahren durch die SAP-Fördermittelplattform zu standardisieren und technologisch zu harmonisieren. Dies soll die Qualität der Lösungen verbessern, und das zu weitaus geringeren Kosten hinsichtlich Betrieb und Ausbau.

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