Anwenderbericht msg/Bundesverwaltungsamt

Unterstützung der Flexibilisierung der Software Factory des Bundesverwaltungsamts

| Autor / Redakteur: Andreas Büchner / Susanne Ehneß

IsyFact: Flexibilisierung eines etablierten Standards

Die konzeptionelle Weiterentwicklung der Register Factory zur neuen Software Factory „IsyFact“ wird von einem erfahrenen Team der msg unterstützt. „Für uns liegt die besondere Herausforderung darin, auf der bewährten Basis gemeinsam mit dem BVA einen neuen Standard zu schaffen, der flexibel in unterschiedlichsten Kontexten einsetzbar ist. IsyFact als Open-Source-Projekt zu konzipieren, um den Standard auch Unternehmen und Privatpersonen verfügbar zu machen, ist in diesem Umfang sicherlich ein Novum im öffentlichen Sektor“, so Andreas Büchner, Lead IT Consultant bei msg. Ziel ist es, mit IsyFact eine universelle Software Factory zu schaffen, mit der Anwendungen standardisiert und damit zeitsparend entwickelt werden können.

Zu Beginn des Projekts wurden zuerst lizenzrechtliche Aspekte geklärt, gefolgt von der Auswahl, welche Teile aus der Register Factory herausgelöst und für weitere Szenarios verfügbar gemacht werden sollten.

Nach Umsetzung der Anpassungen und Klärung rechtlicher Fragen erfolgte im Juni 2015 die Finalisierung und die Open-Source-Stellung der IsyFact-Standards als erster großer Meilenstein. „Mit den IsyFact-Standards stellen wir eine bewährte architektonische und technologische Basis zum effizienten und einheitlichen Bau von IT-Systemen bereit. Dies bildet die Grundlage für die Entwicklung und Veröffentlichung weiterer Bausteine“, erläutert Ralf Leonhard, verantwortlicher Chefarchitekt des BVA.

Die Vision: Ein Open-Source-Ökosystem

Im Ergebnis ist IsyFact eine einheitliche Plattform, auf der Behörden auch mit wenigen Ressourcen ein Anwendungssystem aufsetzen können – bei deutlich geringerer Umsetzungszeit. IsyFact besteht zum einen aus Standards, sprich allgemeingültigen Komponenten wie etwa Vorgaben zur Fehlerbehebung, Logging und der Referenzarchitektur insgesamt. Darauf aufbauend kommen die Erweiterungen für spezifische Anforderungen, beispielsweise zur Protokollierung, hinzu. Die Register Factory selbst ist seither eine spezifische Ausprägung, die auf dem neuen Standard IsyFact aufsetzt.

Die Vorteile der Open-Source-Stellung und das langfristige Ziel fasst Ralf Leonhard wie folgt zusammen: „IsyFact bietet zahlreiche neue Einsatzmöglichkeiten. Indem wir ihre Standards als Open Source verfügbar machen, erhöhen sich ihr Verbreitungsgrad und ihre Attraktivität für andere Behörden, Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Unsere Vision ist es, dass wir in Zukunft einen Markt für freie Software von Drittanbietern etablieren, die auf Basis der IsyFact-Standards weitere kompatible Komponenten für ein umfassendes Ökosystem entwickeln. Zudem ermöglicht uns die IsyFact aufgrund ihrer hohen Standardisierung schon heute, homogene Anwendungen effizient zu entwickeln, zu betreiben und klare Kriterien für deren Weiterentwicklungen festzusetzen.“

„Wir sind sehr zufrieden, diesen ersten wichtigen Meilenstein der IsyFact erreicht zu haben. Auf dieser Grundlage werden wir gemeinsam mit msg weiter daran arbeiten, den Einsatz der IsyFact in unterschiedlichen Kontexten weiter zu vereinfachen, und ihren Umfang kontinuierlich erweitern“, ergänzt Günter Kretschmar, bis Juli 2015 Leiter der Zentralabteilung des BVA.

Nähere Informationen zur IsyFact finden Sie online.

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