vbw-Studie zum kommunalen eGovernment

Unternehmen fordern mehr Digitalisierung

| Autor: Manfred Klein

Empfehlungen zum Handeln

Die Autoren merken dazu an: „Bei den Gesprächen wurde deutlich, dass vielen Unternehmen die Vielzahl ihrer Berührungspunkte mit der zuständigen Kommunalverwaltung (und damit die Größenordnung potenzieller Effizienzgewinne durch digitale Transformation) ad hoc nicht bewusst war. Insbesondere wurden digitale Informationsangebote der Kommunen nicht mit dem Thema eGovernment in Verbindung gebracht, da die meisten Gesprächspartner diesen Begriff mit formalen behördlichen Vorgängen verbinden. Erst im Laufe der Gespräche zeigte sich, wie stark digitale Prozesse die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Verwaltung schon heute prägen und welches Ausbaupotenzial noch vorhanden ist.“

Interessant sind auch die erarbeiteten Handlungsempfehlungen der Studie. Diese wurden in Zusammenarbeit mit Vertretern der Stadt Erlangen und des Landkreises Cham entwickelt und glänzen durch eine umfassende Auflistung aller denkbaren eGovernment-Bereiche (siehe Grafik „Strategische Entwicklungsfelder“).

Angesichts der Vielzahl der genannten Handlungsfelder mag es genügen, beispielhaft für alle anderen die Bereiche „elektronische Identität“ und „digitale Durchgängigkeit“ sowie „Open Data“ herauszustreichen. Zu ersterem heißt es unter anderem: „Eines der größten Hindernisse beim Ausbau von eGovernment-Angeboten ist die Identifikation im Internet. Der neue Personalausweis bietet die Möglichkeit, die Online-Ausweisfunktion (eID) zu nutzen. Das Angebot zur Aktivierung der Funktion wird bislang nur unzureichend in Anspruch genommen.“

Und weiter: „Aufgabe der Politik ist es, festzulegen, welche Anwendungen eine digitale Signatur benötigen. Dazu müssen Standards für digitale Signaturen definiert werden (Soft- und Hardware), um eine digitale Durchgängigkeit zu gewährleisten.“

Und zu Open Data heißt es: „Öffentliche Verwaltungen verfügen über eine Vielzahl an Daten und Informationen. Diese nutzerorientiert aufzubereiten und den Bürgern und Unternehmen zur Verfügung zu stellen, scheitert häufig an knappen personellen Ressourcen. Verwaltungen sollten daher auch mit privaten App-Entwicklern zusammenarbeiten, um die Potenziale möglichst umfassend nutzen zu können. Kommunen könnten privaten Entwicklern kommunale Daten in maschinenlesbarer Form zur Weiterverarbeitung zur Verfügung stellen.“

Eine solche Vorgehensweise könne auch direkte positive Impulse für die lokale Wirtschaft im Allgemeinen generieren. An dem damit verbundenen Erfolg würde auch die Kommune partizipieren.

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