Campusnetze

Unis können ab sofort 5G-Frequenzen beantragen

| Autor / Redakteur: dpa / Ira Zahorsky

Ab heute können Universitäten und Organisationen 5G-Frequenzen für Campusnetze beantragen.
Ab heute können Universitäten und Organisationen 5G-Frequenzen für Campusnetze beantragen. (© Creativa Images - stock- adobe.com)

Die Mobilfunkprovider mussten für die 5G-Funklizenzen Milliarden bezahlen. Unternehmen und Universitäten werden 5G-Frequenzen dagegen schon für einige tausend Euro in Eigenregie nutzen können. Ab heute können sie entsprechende Anträge stellen.

Firmen und Organisationen, die ihre Arbeit mit Hilfe der fünften Mobilfunkgeneration (5G) optimieren wollen, können künftig eigene 5G-Netze auf ihrem Gelände aufbauen. Die für die Nutzung der Frequenzen notwendige Gebührenverordnung wurde am Mittwoch im Bundesgesetzblatt (pdf) veröffentlicht. Danach können Organisationen die Nutzung lokaler 5G-Frequenzen von Donnerstag an beantragen. Die Frequenzzuteilungen erfolgen auf Basis der Verwaltungsvorschrift „Lokales Breitband“, die zusammen mit den Antragsformblättern unter www.bundesnetzagentur.de/lokalesbreitband veröffentlicht sind.

Die für die 5G-Campusnetze genutzten Frequenzen von 3,7 bis 3,8 GHz wurden nicht bei der 5G-Auktion im Juni für die Mobilfunkanbieter versteigert, sondern vorab von der Bundesnetzagentur reserviert. Die Provider Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch hatten insgesamt 6,55 Milliarden Euro gezahlt. Die Frequenzen für 5G-Netzwerke auf dem Werksgelände werden dagegen vergleichsweise preiswert zu nutzen sein.

Die Gebühren für die Frequenzvergabe orientieren sich an der gewünschten Bandbreite, der Größe des Zuteilungsgebiets, der Zuteilungsdauer und dem beabsichtigten Verwendungszweck. In vielen Fällen dürften die Kosten nur wenige tausend Euro im Jahr betragen.

Die etablierten Netzprovider hatten sich gegen die Pläne zur Frequenzvergabe für Campusnetze gewandt. Sie befürchten, dass sie wegen der privaten Netze Geschäftskunden verlieren könnten. Gleichzeitig sind die Provider in etlichen Fällen aber auch die technischen Partner beim Aufbau der Campusnetze.

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