Ökologisch nachhaltige Rechenzentren für Smart Cities

Uni Passau nimmt an Forschungsprojekt DC4Cities teil

| Redakteur: Ira Zahorsky

Die Universität Passau ist einer der Hauptpartner im jüngst angelaufenen Forschungsprojekt DC4Cities.
Die Universität Passau ist einer der Hauptpartner im jüngst angelaufenen Forschungsprojekt DC4Cities. (Foto: Universität Passau)

Das kürzlich angelaufene Forschungsprojekt DC4Cities („An environmentally sustainable data centre for Smart Cities – ein ökologisch nachhaltiges Rechenzentrum für Smart Cities“) wird aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm der EU gefördert. Als Hauptpartner mit an Bord ist die Universität Passau.

Smart Cities zielen darauf ab, die Ressourcenverwendung zu optimieren und Emissionen auf ein Minimum zu reduzieren. Das DC4Cities-Projekt soll die Rolle der Rechenzentren als „ökologische“ Akteure der Smart-City-Energiestrategie vorantreiben. Rechenzentren erfüllen in der Smart-City-Energiestrategie zwei unterschiedliche und komplementäre Funktionen:

  • Sie unterstützen Smart Cities, beispielsweise indem sie die Ressourcenverteilung optimieren und IKT-Dienstleistungen für ihre Kunden erbringen.
  • Rechenzentren sind energie-intensiv, und sollten daher im größtmöglichen Ausmaß erneuerbare Energiequellen nutzen.

Das Ziel des DC4Cities-Projekts ist es, sämtliche Arten von alten und neuen Rechenzentren energie-adaptiv zu machen, ohne dabei Änderungen an der Logistik oder Qualitätseinschränkungen an den Nutzerdienstleistungen zu bedingen. Bei Rechenzentren wird auf eine Energienutzung abgezielt, die bis zu 80 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert, während gleichzeitig der Energiebedarf des Rechenzentrums insgesamt minimiert werden soll.

„Die optimale Energienutzung in städtischen, umweltfreundlichen Rechenzentren wird durch die Anpassung der Software und der Betriebsprozesse der Rechenzentren erzielt. Dabei ist keine Modifizierung der Rechenzentrenlogistik erforderlich“, erklärt Prof. Dr. Hermann de Meer, Lehrstuhlinhaber für Informatik mit Schwerpunkt Rechnernetze und Rechnerkommunikation an der Universität Passau.

Im Rahmen des DC4Cities-Projekts soll eine weite Bandbreite an Technologiekomponenten auf verschiedenen Ebenen entwickelt werden. Die wichtigste zentrale Komponente ist der „Data Centre Energy Controller“, dessen zwei wichtigste Interfaces die Folgenden sind:

  • »Das „Renewable Energy Adaptive Interface“ wird dazu verwendet, die Energieverfügbarkeit von Energie-lieferanten sowie Energievorgaben der Smart-City-Behörden und des Smart-Grids abzufragen.
  • »Das „Energy Adaptive Data CentreOperation Interface“ führt die Energieverbrauchspläne auf den Untersystemen des Rechenzentrums durch.

Die Universität Passau wird unter anderem die Koordinierung von Energieverwendung zwischen mehreren Rechenzentren erforschen und Vorhersageverfahren entwickeln, die standortabhängige Energieverfügbarkeitsprognosen ermöglichen.

Die Forschungsergebnisse des Projekts werden in zwei (bereits bestehenden) Smart-City-Testumgebungen in Trento (Italien) und Barcelona (Spanien) sowie durch Laborexperimente im HP Italy Innovation Centre evaluiert.

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