Schadsoftware

Uni Gießen arbeitet nach Cyber-Attacke an Rückkehr zum Normalbetrieb

| Autor / Redakteur: dpa / Susanne Ehneß

Justus-Liebig-Universität in Gießen
Justus-Liebig-Universität in Gießen (© Sina Ettmer - stock.adobe.com)

Zwei Monate nach dem schweren Cyber-Angriff spürt die Uni Gießen weiterhin die Auswirkungen, auch wenn mehrere Systeme wieder laufen. Von Normalbetrieb könne noch keine Rede sein, teilte eine Sprecherin der mittelhessischen Hochschule mit.

Das liege auch an dem „enormen Rückstau“ von Arbeitsabläufen etwa in der Verwaltung. Die Aufräumarbeiten nach der Attacke Anfang Dezember laufen demnach aber weiter planmäßig.

Derzeit erhalten etwa die Dienstrechner der Uni-Beschäftigten schrittweise wieder Zugang zum Internet. „Das ist bereits bei mehr als der Hälfte der Subnetze der Fall, allerdings haben nach wie vor zahlreiche Beschäftigte keinen Internetzugang.“ Es dürfte noch bis Ende Februar dauern, bis alle wieder online seien. Unter Subnetzen versteht man Teilnetze der Universität.

Die Uni Gießen hatte nach dem Angriff mit einer Schadsoftware aus Sicherheitsgründen alle Server heruntergefahren und war danach zunächst komplett offline. IT-Experten arbeiten daran, die Systeme der Hochschule zu prüfen und schrittweise hochzufahren. Bereits kurz nach der Attacke hatte Uni-Präsident Joybrato Mukherjee gesagt, es könnten Monate vergehen, bis der Normalbetrieb vollständig wiederhergestellt sei.

„Die Auswirkungen des Serverausfalls auf den normalen Lehrbetrieb dürften sich aber mittlerweile in Grenzen halten“, teilte die Hochschule weiter mit. Die Studierenden haben demnach wieder Internetzugang über WLAN, auch eine Lernplattform oder die elektronischen Systeme der Universitätsbibliothek funktionieren wieder. „Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck daran, alle technischen Voraussetzungen rund um die Rückmeldung zum Sommersemester wiederherzustellen.“

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