Elektronischen Personalausweis

Umsetzungsphase beginnt

20.06.2009 | Redakteur: Manfred Klein

Dr. Hans Bernhard Beus
Dr. Hans Bernhard Beus

Der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, hat die ausgewählten Teilnehmer des zentral koordinierten Anwendungstests für den elektronischen Personalausweis bekannt gegeben. Damit läutet das Bundesministerium des Innern (BMI) die Umsetzungsphase für die Einführung des neuen Ausweisdokuments ein.

Unter den 30 ausgewählten Services finden sich neben Bank- und Versiche-rungsdienstleistungen unter anderem auch Anwendungen zur Altersverifikati-on an Automaten und für Glücksspiele im Internet. Daneben soll der elektro-nische Personalausweis auch beim Einchecken im Hotel, bei der Fluggastabfertigung und beim eTicketing im Personennahverkehr zum Einsatz kommen. Für den Test konnte das BMI nicht nur größere Un-ternehmen und Behörden gewinnen, sondern auch mehrere mittelständische Unternehmen.

Staatssekretär Dr. Beus: „Die große Resonanz hat uns wirklich positiv ge-stimmt. Dass so viele Unternehmen und Behörden planen, den elektronischen Personalausweis für ihre Angebote einzusetzen, hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen.“

Insgesamt hatten sich rund 100 Unternehmen und Ämter dafür beworben, schon ab Herbst 2009 Anwendungen für den neuen elektronischen Ausweis zu entwickeln und in ihre Dienste zu implementieren.

Der elektronische Personalausweis soll ab 1. November 2010 in Deutschland eingeführt. Die Daten, die heute optisch vom Dokument ablesbar sind, werden auf dem Ausweis-Chip gespeichert. Außerdem kann der elektronische Personalausweis ein Zertifikat für die qualifizierte elektronische Signatur aufnehmen. Mit ihm soll erstmals ein hoheitliches Ausweisdokument mit der Möglichkeit des elektronischen Identitätsnachweises für eBusiness und eGovernment kombiniert werden.

Anbieter von Online-Services und deren Nutzer werden sich gegenseitig zuverlässig identifizieren können. Auf die Prinzipien der Datensicherheit und der Datensparsamkeit wird dabei beson¬derer Wert gelegt.

Darüber hinaus bietet der neue elektronische Personalausweis durch die Spei-cherung eines biometrischen Lichtbildes und die freiwillige Aufnahme zweier digitaler Fingerabdrücke ein höheres Sicherheitsniveau bei Personen- und Grenzkontrollen.

Im zentral koordinierten Anwendungstest werden die nunmehr ausgewählten Dienstleister ab 1. Oktober 2009 in enger Zusammenarbeit mit dem BMI ihre Leistungen mit den neuen Funktionen des elektronischen Personalausweises entwickeln, implementieren und im realitätsnahen Betrieb testen. Zur Einführung im Jahr 2010 sollen diese Services dann dauerhaft zur Verfügung stehen.

Ebenfalls ab Oktober 2009 werden die neu einzuführenden Prozesse zur Beantragung und Ausstellung des elektronischen Personalausweises in den Personalausweisbehörden erprobt.

 

Ausgewählten Teilnehmer für den zentral koordinierten Anwendungstest:

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