Daten erschließen und nutzen TU Kaiserslautern unterstützt nationale Forschungsdatenbank

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die Technische Universität Kaiserslautern beteiligt sich an drei Vorhaben, die aus dem mehrstufigen Wettbewerb der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) hervorgegangen sind. Dabei steht die Entwicklung eines effektiven Forschungsdatenmanagements im Fokus.

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Prof. Dr. Werner Thiel, Vizepräsident für Forschung und Technologie der TU Kaiserslautern
Prof. Dr. Werner Thiel, Vizepräsident für Forschung und Technologie der TU Kaiserslautern
(Bild: TU Kaiserslautern)

Im wissenschaftlichen Umfeld fallen riesige Datenmengen an. Allerdings kommen an jeder Forschungsstelle unterschiedliche Methoden und Verfahren zu deren Speicherung, Analyse und Interpretation zum Einsatz. Hier setzt das bundesweite Netzwerk NFDI an: Ziel ist, Forschungsdaten zu erschließen, zu verwalten, nachhaltig zu sichern, zugänglich zu machen und zu vernutzen. Dabei gilt das Motto „FAIR“ – die Daten müssen auffindbar („Findable“), zugänglich („Accessible“), interoperabel („Interoperable“) und wiederverwendbar („Re-purposable“) sein.

Drei Projekte

Die TU Kaiserslautern beteiligt sich an drei entsprechenden Projekten: Die Mathematical Research Data Initiative (MaRDI) soll eine Forschungsdateninfrastruktur für die Mathematik entwickeln. Ähnlich sieht es in Materialwissenschaft und Werkstofftechnik (MatWerk) aus, wo unter anderem hochkomplexe Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Materialdaten abgebildet werden sollen. Dies könnte Synergieeffekte ermöglichen und technologische Barrieren reduzieren.

Zudem ist die TU Kaiserlautern am Projekt FAIRmat („FAIR Data Infrastructure for Condensed-Matter Physics and the Chemical Physics of Solids“) beteiligt, wo es um ein breites Spektrum an Forschungsgebieten aus der Physik und verwandten Disziplinen geht.

Investition

Bund und Länder stellen für das Gesamtvorhaben bis 2028 jährlich bis zu 90 Millionen Euro bereit. „Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur wird zu einem grundlegenden Wandel in Wissenschaft und Forschung führen“, meint Prof. Dr. Werner Thiel, Vizepräsident für Forschung und Technologie der TU Kaiserslautern. „Ich freue mich, dass wir in den verschiedenen Disziplinen einen Beitrag dabei leisten können, diesen wichtigen und bedeutenden Schritt für die deutsche Forschungslandschaft zu gehen“, ergänzt er.

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