13. eGovernment-Wettbewerb geht in die Endrunde

Trend bei Innovationen geht zu „mobile Government“

| Redakteur: Manfred Klein

Spannende eGovernemnt-Projekte gab es für die Jury zu begutachten
Spannende eGovernemnt-Projekte gab es für die Jury zu begutachten (Foto: BearingPoint)

Die 17 Finalisten des diesjährigen eGovernment-Wettbewerbs kämpften im Bundeshaus in fünf Kategorien um einen der Spitzenplätze in der Liga der besten Digitalisierungsvorhaben in Verwaltung, Bildung und Gesundheitswesen. Auf die Jury, der auch eGovernment Computing angehört, warten hochspannende Projekte.

Dabei wurden im Vergleich zu den letzten Wettbewerben zwei Trends deutlich: Das Thema „mobile Government“ gewinnt zunehmend an Fahrt. Es geht nicht mehr nur darum, Verwaltungsdienstleistungen digital zur Verfügung zu stellen, sondern auch die Zugangsbarrieren zu senken und neue Zielgruppen zu erreichen.

Mobile Anwendungen finden sich daher in vielen der vorgestellten Projekte. Als Alternative zum Telefon will beispielsweise die „115 App“ einen mobilen Zugang zu den Informationsangeboten der allgemeinen Behördennummer 115 bieten. Ein zweiter Trend manifestierte sich in der hohen Resonanz der erstmals ausgeschriebenen Kategorien eHealth und eEducation. Hier zeigen sich die Innovationsfähigkeit und die gesellschaftliche Bedeutung dieser Bereiche.

Die in der Kategorie eHealth nominierten Projekte adressieren Themen wie elektronische Patientenakten in mobiler Umgebung oder den Einsatz von Telematik im Rettungswesen. Beim Thema eEducation versprechen beispielsweise neuartige Verknüpfungen von Lerninhalten mit konkreten geographischen Orten spannendere Lernformen für Studierende.

Insgesamt präsentierten die Finalisten unterschiedlichste Denkansätze und Konzepte, die von lokalen, auf spezifische Zielgruppen ausgerichteten elektronischen Angeboten bis hin zu länder- und institutionsübergreifenden Digitalisierungsprojekten reichten. So überzeugte zum Beispiel ein gemeinschaftliches Beförderungs- und Kontrollsystem für verbrauchsteuerpflichtige Waren zwischen Österreich und Luxemburg genauso wie eine Präventions-App für Neukölln.

„Die heute vorgestellten Projekte haben eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Werden sie umgesetzt beziehungsweise in die Fläche gebracht, wird dies das Leben von uns allen in unterschiedlichsten Bereichen, von der Gesundheitsversorgung über Bildung bis hin zu alltäglichen Verwaltungsaufgaben, erheblich vereinfachen“, so Jon Abele, Partner und Leiter Öffentliche Auftraggeber bei der Unternehmensberatung BearingPoint, die seit dem Jahr 2000 gemeinsam mit dem Technologieanbieter Cisco und dieses Jahr erstmals auch mit SAP den Wettbewerb ausrichtet.

Am 13. eGovernment-Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière beteiligten sich so viele unterschiedliche Behörden und Institutionen wie noch nie. Die 17 Finalisten wurden aus Bewerbungen von über 70 Einreichern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt. Besonders viele Bewerbungen gab es in der Kategorie „Innovativstes eGovernment-Projekt“.

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