Austausch zwischen den Gemeinden

Transparentes eGovernment in der Schweiz

| Redakteur: Susanne Ehneß

Pilotprojekt: die „eGovernment-Landkarte“ unserer Schweizer Nachbarn
Pilotprojekt: die „eGovernment-Landkarte“ unserer Schweizer Nachbarn (Bild: Informatiksteuerungsorgan des Bundes)

Die Schweizer Behörden machen ihre eGovernment-Vorhaben öffentlich. Seit gestern ist die „eGovernment-Landkarte“ als Pilotversion online und gibt einen Überblick über die Ausbreitung von IT-Projekten in 24 Kantonen und 180 Gemeinden – und bietet den Verwaltungen ein neues Instrument, sich über eGovernment-Dienstleistungen zu informieren.

Nun ist sie online, die „eGovernment-Landkarte“ der Schweiz. Das Informatiksteuerungsorgan des Bundes hat die entsprechende Pilotversion lanciert. Das Webangebot soll drei Kernaufgaben erfüllen:

  • Angaben zu den Online-Dienstleistungen der Behörden sowie Informationen zu den dahinter stehenden technischen Lösungen, den IKT-Anbietern und zu den maßgebenden eCH-Standards.
  • Überblick über die Ausbreitung von eGovernment-Angeboten in Kantonen und Gemeinden.
  • Instrument für Öffentliche Verwaltungen zum Erfahrungsaustausch und zur Informationsbeschaffung, die im Vorfeld der Einführung von eGovernment-Dienstleistungen anfällt.

In der Pilotversion werden Informationen zu 39 Behördendienstleistungen in 24 Kantonen und rund 180 Gemeinden sowie die technischen Lösungen und deren Anbieter beschrieben. Nach erfolgreicher Evaluation des Pilotbetriebs soll die Landkarte ab 2015 auf alle weiteren Behördendienstleistungen ausgebaut und schweizweit aktiv bewirtschaftet werden.

Die federführende Organisation liegt beim Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB), die Koordination hat die Geschäftsstelle eGovernment Schweiz in Bern übernommen.

Wie können Behörden teilnehmen?

Um die eigenen Angebote auf der Landkarte erfassen zu lassen, haben die Schweizer Behörden zwei Möglichkeiten: Sie können sich über eine Partnerfirma oder selbst – bei Eigenentwicklungen – registrieren lassen.

In der Pilotversion erfolgt die Registrierung via eMail an den Administrator. Die Teilnahme ist für die Gemeinden kostenlos.

Die eGovernment-Landkarte ist Teil eines gemeinsamen Programms des Bundes, der Kantone und Gemeinden, um die Verwaltung mithilfe von IT- und Kommunikationstechnik so bürgernah und wirtschaftlich wie möglich zu gestalten.

„Der Fortschritt von eGovernment bedingt gerade in der föderalistischen Schweiz Transparenz: Transparenz über das Lösungsangebot, über die verschiedenen Anbieter, über die empfohlenen eCH-Standards und über die implementierten eGovernment-Dienstleistungen“, kommentierte Peter Fischer, Delegierter für die Informatiksteuerung des Bundes, bei der Initialerhebung. Die eGovernment-Landkarte schaffe diesen Überblick. „Sie ermöglicht dadurch, dass praktikable Lösungen verbreitet und Mehrfachentwicklungen reduziert werden können – zwei Voraussetzungen, die für den Erfolg der dezentralen Ausbreitung von eGovernment in der Schweiz essentiell sind. Damit werden Synergien realisiert und die Ausbreitung der elektronischen Dienste beschleunigt“, so Fischer.

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