OZG-Verbund wächst Thüringen tritt als viertes Bundesland der Plattform bei

Redakteur: Manfred Klein

Der OZG-Verbund Mitte wächst. Der Freistaat Thüringen ist nun ebenfalls dem im November 2020 vom Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz geschlossenen Verbund beigetreten. Die beteiligten Länder wollen im OZG-Verbund Mitte verstärkt bei der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen kooperieren. Durch die Zusammenarbeit sollen die OZG-Leistungen in den beteiligten Ländern noch zügiger und effektiver bereitgestellt werden.

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OZG-Verbund will im IT-Planungsrat mit einer Stimme sprechen
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Der CIO des Landes Thüringen, Staatssekretär Dr. Hartmut Schubert, erklärte anlässlich der Vertragsunterzeichnung: „Durch den Beitritt zum OZG-Verbund Mitte versprechen wir uns eine Vereinfachung bei der Nachnutzung von EfA-Leistungen und eine Komplettierung unseres Angebots für Thüringer Kommunen bei der OZG-Umsetzung.“

Schubert weiter: „Zudem können wir durch gemeinsame Initiativen der Länder des OZG-Verbunds wichtige Impulse für die föderale OZG-Umsetzung setzen, zum Beispiel bei der Frage der gemeinsamen Finanzierung von Betrieb und Wartung von EfA-Leistungen über ein gemeinsames Budget des IT-Planungsrats.“

Durch den Verbund, für den eine Geschäftsstelle in Hessen eingerichtet wurde, soll die weitere Umsetzung der OZG-Leistungen arbeitsteilig erfolgen und die erarbeiteten Verfahren wechselseitig zur Verfügung gestellt werden. Welche Leistungen von den einzelnen Ländern nachgenutzt werden, liegt in der Entscheidung der jeweiligen Partner. Ziel ist es zudem, die von der ekom21 bereitgestellte Plattformtechnologie „Civento mit Mitteln des Konjunkturpakets als eGovernment-Basisplattform nutzerfreundlich weiterzuentwickeln. Künftig wird also auch Thüringen Civento als weitere Antragsplattform insbesondere für EfA-Leistungen, die von den Partnern des OZG-Verbunds im Rahmen des Konjunkturpakets entwickelt werden, nutzen. Dazu will Thüringen auch sein Nutzerkonto an Civento anschließen.

Ammar Alkassar, Bevollmächtigter des Saarlandes für Innovation und Strategie sowie CIO der saarländischen Landesregierung, warb für den weiteren Ausbau des OZG-Verbundes: „Wir sehen auch für die anderen Länder große Potenziale durch den Verbund. Denn eine Nachnutzung ist dank der konsequenten Plattformstrategie jederzeit technisch möglich, so dass Pilotprojekte nur in einem Land erfolgen müssen. Daher könnten sich jederzeit noch weitere Länder dem Verbund anschließen, wie es jetzt auch Thüringen getan hat.“

Und der erst jüngst bestellte CIO in Rheinland-Pfalz, Digitalstaatssekretär Fedor Ruhose, erklärte: „Die Bereitstellung von Prozessen und insbesondere die Überlassung an andere ist komplex und wirft viele Fragen auf. Mit der Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg können wir Synergien bei der Lösung der Fragestellungen finden und die Digitalisierung der Verwaltung beschleunigen. Ich freue mich daher, dass wir mit dem Beitritt von Thüringen unseren Verbund weiter stärken.“

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