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Home-Office bei der Landesverwaltung Thüringen stellt sich auf Telearbeit ein

Autor: Susanne Ehneß

Die Thüringer Landesverwaltung baut die technischen Kapazitäten für Tele- und Heimarbeit aus. Ein Drittel der landesweit 17.000 PC-Arbeitsplätze kann alternativ für Heimarbeit genutzt werden. Gegenwärtig beschafft das Land rund 8.000 Notebooks für die allgemeine Landesverwaltung, die Thüringer Polizei sowie die Justizverwaltung.

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„Nur, wenn alle Bediensteten die zentralen Regeln der Informationssicherheit einhalten, werden wir Tele- und Heimarbeit ermöglichen können“
„Nur, wenn alle Bediensteten die zentralen Regeln der Informationssicherheit einhalten, werden wir Tele- und Heimarbeit ermöglichen können“
(© Milan - stock.adobe.com)

Für das Arbeiten im Home-Office soll die Sicherheit dabei höchste Priorität genießen. „Informationssicherheit ist eine Grundlage der Verwaltungsarbeit“, betont der Thüringer CIO Dr. Hartmut Schubert. „Nur, wenn alle Bediensteten die zentralen Regeln der Informationssicherheit einhalten, werden wir Tele- und Heimarbeit ermöglichen können. Diese ist wichtig, um in der Corona-Krise verlässliche Verwaltungsarbeit zu leisten und Gesundheit zu schützen. Die Informationssicherheitsbeauftragten in den Behörden sind kompetente Ansprechpartner.“

Das Thüringer Finanzministerium hat im Oktober zudem eine neue zentrale Passwortrichtlinie erlassen. Darin werden Elemente eines sicheren Passworts definiert: „Ein sicheres Passwort hat beim Nutzer mindestens 12, beim Administrator 16 Zeichen lang zu sein. Neben Groß- und Kleinbuchstaben sollte das Passwort Ziffern und Sonderzeichen enthalten. Jedes weitere Zeichen erhöht die Passwortsicherheit.“

Die Analyse des Mailverkehrs der Landesverwaltung habe gezeigt, dass die Gefährdungslage im Bereich der Informationssicherheit hoch bleibe. In den ersten neun Monaten des Jahres 2020 seien etwa 46.460.000 eMails von extern in das Landesdatennetz eingegangen – davon wurden aufgrund elementarer sicherheitstechnischer Vorgaben 20.906.000 abgewiesen. Von den zunächst akzeptierten eingehenden Mails seien durch den Einsatz neuester Technologien 889.000 Mails als Spam erkannt worden, bei 73.593 Mails wurde Schadsoftware festgestellt.

Aus dem Landesdatennetz seien 6.529.000 Mails nach extern versandt, und 18.050.000 Mails seien innerhalb der Landesverwaltung ausgetauscht worden. „Keine der intern versandten eMails enthielt unerwünschte Inhalte, wie zum Beispiel Viren oder Spaminhalte“, heißt es aus Thüringen.

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