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Virtual Reality Therapie mittels virtuell simulierten Ängsten

| Redakteur: Ira Zahorsky

Eine flächendeckende Therapie von Menschen mit Angststörungen ist in Deutschland derzeit nicht möglich. Abhilfe soll das Virtual-Reality-Projekt „EVElyn“ schaffen.

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Per Virtual-Reality-Brille könnten künftig Ängste therapiert werden
Per Virtual-Reality-Brille könnten künftig Ängste therapiert werden
(Bild: Pixabay / fill)

Laut einem Report der Bundespsychotherapeutenkammer von Oktober 2012 leiden in Deutschland rund 15,3 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an einer Angststörung. Trotz sehr guter Therapieaussichten ist eine flächendeckende Behandlung in Deutschland aktuell noch nicht möglich. Grund dafür ist vor allem die schlechte Zugänglichkeit der modernen Behandlungen und der hohe Organisationsaufwand einzelner Therapiesitzungen.

Genau das will das UniTyLab der Hochschule Heilbronn mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenprogramm Gesundheitsforschung (Aktionsfeld Gesundheitswirtschaft) geförderten Forschungsprojekt „EVElyn“ nun ändern. Das Projekt EVElyn vereint dabei hochmoderne Virtual-Reality-Techniken zu benutzerzentrierten Konzepten für die ambulante Psychotherapie. Die vom BMBF bewilligte Fördersumme für die Hochschule Heilbronn beträgt rund 670.000 Euro.

Therapieaufwand und Hemmschwellen senken

Anstatt einzelne Sitzungen der Konfrontationstherapie in realer Umgebung durchzuführen, werden Patienten ihren Ängsten virtuell ausgesetzt. Dazu tragen sie eine Virtual-Reality-Brille und können über natürliche Bewegungsabläufe mit dem System interagieren. Durch den Einsatz dieser Technik sollen der Therapieaufwand erheblich gesenkt und Hemmschwellen abgebaut werden.

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