Bayerisches Gesundheitsministerium

Telemedizin stärker fördern

| Redakteur: Susanne Ehneß

„Telemedizin unterstützt die flächendeckende, hochwertige Versorgung.“
„Telemedizin unterstützt die flächendeckende, hochwertige Versorgung.“ (Bild: kebox - Fotolia)

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml möchte die Telemedizin stärken. Bayern sei hierbei „Vordenker und Wegbereiter“.

In einer Kabinettssitzung unterstrich Melanie Huml die Bedeutung Unterfrankens als telemedizinischer Schwerpunkt und stellte weitere Pläne vor: „Bayern ist Vordenker und Wegbereiter in der Telemedizin. Allein in Unterfranken werden in diesem Jahr mit rund 600.000 Euro Telemedizin-Projekte gefördert, bayernweit sind es annähernd zwei Millionen Euro. Diesen Kurs setzen wir fort. So bringen wir Hightech-Medizin auf kurzem und schnellem Weg zum Patienten."

Bei der Telemedizin werden beispielsweise Videokonferenzen genutzt, um einen Austausch zwischen Ärzten und Spezialisten hinsichtlich Patientendaten, Diagnosen und Therapien zu erleichtern. „Wenn wie beim Schlagfall jede Sekunde für eine vollständige Genesung wichtig ist, wird klar, welche Chance in der Telemedizin steckt. Telemedizin wird natürlich nie menschliche Wärme oder ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis ersetzen, wohl aber unterstützen und ergänzen", erläutert Huml.

Netzwerke

Mit dem Schlaganfallnetzwerk „TRAnsregionales Schlaganfallnetzwerk für Schlaganfallintervention mit Telemedizin – TRANSIT-Stroke" für die Region Unterfranken seien in Bayern flächendeckend Schlaganfallnetzwerke etabliert. Unter der Projektkoordination des Universitätsklinikums Würzburg seien die drei Schlaganfallzentren in Würzburg, Bad Neustadt und Schweinfurt mit acht regionalen Kliniken des Versorgungsgebietes telemedizinisch verbunden. Daneben gebe es bereits die Netzwerke TEMPiS (in Südostbayern) und STENO (in Mittel- und Oberfranken) sowie NEVAS für die Region Schwaben und westliches Oberbayern.

Das seit 2012 bestehende Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen (ZTM) soll auch künftig Drehscheibe für die Telemedizin in Unterfranken sein. Es kooperiere dabei eng mit der Bayerischen TelemedAllianz (BTA), dem bayernweiten Ansprechpartner für telemedizinische Themen mit Sitz in Ingolstadt. Allein 2016 habe das ZTM rund 382.000 Euro erhalten, in den Jahren davor durchschnittlich je 360.000 Euro. Auch für die folgenden Jahre sei bereits ein entsprechender Förderantrag eingereicht.

Flächendeckend

„Bayern wird die Telemedizin weiter voranbringen. In einer älter werdenden Gesellschaft gewinnt die medizinische Versorgung zunehmend an Bedeutung. Telemedizin unterstützt die flächendeckende, hochwertige Versorgung, die wir auch in Zukunft wollen", fasst Huml zusammen. Bayern fördere telemedizinische Modellprojekte seit 1995 und habe hierfür insgesamt mehr als 14 Millionen Euro eingesetzt.

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