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Ärztliche Ferndiagnose Telemedizin für den Justizvollzug

| Autor: Susanne Ehneß

Aufgrund der Corona-Pandemie bietet Schleswig-Holstein ab sofort rund um die Uhr eine telemedizinische Versorgung in allen Justizvollzugsanstalten an.

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Der schleswig-Holsteinische Justizvollzug erhält während der Pandemiephase telemedizinische Unterstützung
Der schleswig-Holsteinische Justizvollzug erhält während der Pandemiephase telemedizinische Unterstützung
(© Tomasz Zajda - stock.adobe.com)

Die Einrichtungen erhalten bis Ende dieser Woche die notwendige medizinische Ausstattung, Unterstützung hat sich das Land vom Dienstleister A+Videoclinic geholt.

Nach den Schulungen der JVA-Bediensteten soll dann gestartet werden. „Damit erhält der Justizvollzug in Schleswig-Holstein eine moderne telemedizinische Lösung, um einerseits die gesetzlich vorgeschriebene Gesundheitsfürsorge der Gefangenen zu jeder Uhrzeit gewährleisten zu können und andererseits die Arbeitsbedingungen der Bediensteten nachhaltig zu verbessern“, erklärte Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack.

Mit dieser Lösung sollen die Bediensteten dann 24/7 innerhalb weniger Sekunden ärztliche Unterstützung per hochauflösender Videoübertragung in Anspruch nehmen können. „Die Belastung mit erkrankten Gefangenen ist gerade an den Wochenend- und Nachtdienstzeiten für die Bediensteten enorm“, heißt es aus Schleswig-Holstein.

Zusätzlich führe die Implementierung der Telemedizin zu mehr Sicherheit. „Wir können die Justizvollzugsanstalten nicht einfach schließen und die Bediensteten ins Homeoffice schicken. Sie gehören zur systemrelevanten Infrastruktur“, so die Justizministerin. „Gerade in diesen Zeiten bedarf es daher großer Anstrengungen, um den Vollzug weiter zu stärken. Hierzu trägt die 24/7-Betreuung der Fachärzte entscheidend bei. Mein Dank gilt dem kreativen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Gefängnissen – auf Sie ist wirklich Verlass!“

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