Suchen

CeBIT – Halle 4, Stand C26; Halle 7, Stand C25, Stand B26, Stand C40 und Stand B50

Technologie als Treiber für Bürgernähe

Seite: 2/5

Firmen zum Thema

Per Mausklick im Rathaus

Heiraten oder Umziehen, der alte Führerschein oder der neue Kindergarten – wofür Bürger früher viel Zeit auf Ämtern verbringen mussten, reichen heute ein paar Mausklicks im heimischen Wohnzimmer.

Von A wie Ausweis bis Z wie Zulassungsverfahren für Oldtimer – über Online-Portale lassen sich praktisch alle Dienstleistungen einer Öffentlichen Verwaltung längst digitalisieren. Die nötigen Prozesse laufen im Hintergrund über intelligente Rechnersysteme ab, die in die IT-Infrastruktur der Verwaltung integriert sind.

Geht es um die Umwidmung einer Straße zur Tempo-30-Zone, ein Anwohnerbegehren nach durchgängiger Nachtbeleuchtung oder die Schließung der Stadtbibliothek – neben den online gespeicherten Adress­listen der Ansprechpartner sehen die Bürger im Internet zudem, ob und wann welche Mitarbeiter am besten zu erreichen sind, wenn Bürger ein Anliegen mit der Verwaltung etwa via Live-Chat besprechen möchten.

Im Portal frankfurt-gestalten.de etwa gründen Einwohner der Mainmetropole Initiativen und tauschen sich über lokale Fragen und Anliegen aus. Diese gegenseitige Information sowie das transparente Strukturieren von Beiträgen sind für den Politologen Christian Kreutz, einer der Gründer der Plattform, „Grundbedingung für eine aktive Beteiligung der Bürger“.

Aber auch politische Entscheidungsträger nutzen die Seite, um sich vorab zu informieren. „Solche Beispiele zeigen den großen Partizipationswillen der Bürger, die quasi ‚von unten’ einen immer größeren Druck auf Politik und Verwaltung ausüben. Die digital vernetzte und anonyme Gemeinschaft zeigt sich als neue politische Kraft. Aus ihrem Zusammenprall mit konventionellen Strukturen ergeben sich Transformationsprozesse, die Politik von Grund auf verändern“, so Kreutz.

Zentrale Service-Hotline von Bund, Ländern, Gemeinden

Wie erfolgreich Transformation im Behörden-Alltag konkret sein kann, zeigt die einheitliche Behördenrufnummer 115. Schon mehr als 23 Millionen Bürger in 280 Kommunen und zwölf Bundesländern haben Anschluss an die zentrale Public-Hotline.

Seit Ende 2011 ist auch die Bundesverwaltung mit mehr als 80 Behörden und Institutionen komplett an die 115 angeschlossen. Das Ergebnis sind Anrufe, die automatisiert dem richtigen Ansprechpartner zugewiesen werden und zufriedene Bürger mit kompetenten Antworten.

(ID:38027730)