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Unterstützung in der Krise Technische Hilfestellungen für Behörden und Schulen

| Autor: Ira Zahorsky

Zahlreiche Unternehmen bieten in der Corona-Krise ihre Hilfe mit kostenloser Software, vergünstigten Lizenzen oder sonstigen Aktionen auch für Behörden und Schulen an. Wir fassen zusammen, welche Angebote verfügbar sind. Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

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Auch Behörden und Schulen bekommen zurzeit viele technische Hilfsangebote, um die Corona-Krise besser zu bewältigen.
Auch Behörden und Schulen bekommen zurzeit viele technische Hilfsangebote, um die Corona-Krise besser zu bewältigen.
(© nataliaderiabina - stock.adobe.com)

Der Verein deinNachbar e.V. rief die Initiative „Corona-Hilfe deinNachbar“ ins Leben, da immer mehr Kommunen und auch soziale Organisationen in der aktuellen Situation mit der Koordination von Freiwilligen überlastet sind. Die Freiwilligen registrieren sich im Helferportal und legen dort ihr detailliertes Einsatzprofil mit offerierten Tätigkeiten, verfügbaren Zeiten, geografischen Gebiet und ihren Interessen, sowie Qualifikationen an. Kommunen und soziale Organisationen können kostenfrei über das Portal Helfer suchen.

Das IT- und Beratungsunternehmen msg stellt in der akuten Situation kostenlos einen InfoBot zur Verfügung, um Call- und Service-Center, insbesondere in der öffentlichen Verwaltung sowie im Gesundheitssektor, zu entlasten. Ziel ist es, häufige Fragen von Bürgerinnen und Bürgern rund um das Corona-Virus schnell und unkompliziert via Chatbot zu beantworten. Damit lassen sich nicht nur lange Wartezeiten am Telefon vermeiden. Ebenso können Call-Center-Angestellte ihre Zeit gerichteter einsetzen und sich vermehrt auf spezifische Anfragen konzentrieren, die einer persönlichen Bearbeitung bedürfen. Der msg.COVID-19-Bot kann laut msg mit wenigen Klicks auf jeder Webseite in Betrieb genommen werden.

D-Link stellt seinen theoretischen WLAN Planungsservice DAS-P-WiFi bis zum 31. Juli 2020 auch für Behörden, die in der aktuellen Phase ein Netzwerk aufbauen oder erneuern müssen, kostenfrei zur Verfügung. IT-Verantwortliche haben damit eine Dienstleistung zur Verfügung, mit der Wireless-Spezialisten intern bei D-Link ermitteln, wie viele Access Points und Switches für ein Netzwerkprojekt benötigt werden. Die Ersparnis liegt bei mindestens 280 Euro (UVP inkl. MwSt.) und gilt für Projekte bis 5.000 qm. Interessenten können sich unter der Rufnummer 06196/7799-500 oder per E-Mail informieren.

Der Berliner Unified-Communications-Hersteller Ferrari electronic stellt ab sofort eine kostenlose Vollversion seiner OfficeMaster Suite 7DX zur Verfügung. Die Softwarelösung, die seit vergangenem Herbst auf dem Markt ist, ermöglicht unter anderem eine manipulationssichere Dokumentenübertragung (NGDX oder Fax) in IP-Umgebungen und Voicemail. OfficeMaster Suite 7DX lässt sich standortunabhängig und auf jedem Device betreiben. Damit gehen Verwaltungen und Organisationen den entscheidenden Schritt zur Digitalisierung ihrer Prozesse – in einer Zeit, in der sie immer mehr auf Homeoffice setzen müssen. Das Angebot von Ferrari electronic gilt ab sofort und endet am 30. Juni 2020. Mehr Information zu dem Angebot gibt es hier.

Über das Portal Axon Citizen können Bürger privat aufgenommene Fotos oder Smartphone-Videos direkt den Strafverfolgungsbörden senden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit der persönlichen Kontaktaufnahme und die Gefahr einer potenziellen Infektion für Polizeivollzugsbeamte durch COVID-19 wird reduziert. „Wir bieten Polizeibehörden weltweit während dieser Krise einen offenen Zugang zu Axon Citizen. Polizeivollzugsbeamte können dadurch auf das persönliche Erfassen digitaler Beweismittel weitgehend verzichten“, sagt Rick Smith, CEO und Gründer von Axon.

Cyberkriminelle versuchen immer öfter, die Corona-Krise für ihre Zwecke auszunutzen. Link11, einer der führenden europäischen IT-Sicherheitsanbieter im Bereich Cyber-Resilience, bietet seine DDoS-Schutzlösungen während der hoch ansteckenden Verbreitungsphase des Corona-Virus allen Gesundheits-, Regierungs- und Bildungsorganisationen kostenlos an. Weitere Informationen unter.

Das Unternehmen Avaya stellt seine Collaboration App „Avaya Spaces“ bis zum 31. August allen Bildungseinrichtungen, Behörden und Non-Profit-Organisationen kostenlos zur Verfügung.

sayTEC unterstützt Behörden bei der Einrichtung von hochsicheren Homeoffice-Arbeitsplätzen mit der Lösung sayTRUST, die auf einem 8-stufigen Sicherheitskonzept für die Client-Server-Kommunikation basiert. Behörden und öffentliche Einrichtungen erhalten die sayTRUST-Software kostenlos.

Damit Ministerien, Behörden, Städte und Kommunen in dieser Ausnahmesituation reibungslos weiterarbeiten können, stellt publicplan drei seiner Werkzeuge für die digitale Zusammenarbeit bis mindestens Ende 2020 kostenfrei zur Verfügung: GovPad ermöglicht es, datenschutzkonform gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten. Mit dem Messenger GovChat können Teams sicher und geschützt kommunizieren und die Jitsi-Videokonferenz hilft dabei, Besprechungen mit Kollegen durchzuführen. Alle Tools basieren auf Open-Source-Software.

Um Bürgern die Möglichkeit zu bieten, eine einfache, qualifizierte und klar strukturierte Verdachtsmeldung abzugeben aber auch Verwaltungen die Abarbeitung dieser zu erleichtern, stellt die Firma Form-Solutions allen Verwaltungen bundesweit das kostenlose „Hilfspaket Corona“ bis zum 30.06.2020 bereit. Zur Einführung stehen eine Anleitung sowie kostenlose Webinare zur Verfügung.

Die derzeitige flächendeckende Umstellung auf mobiles Arbeiten, Homeoffice, Datenübermittlung und Remote-Authentifizierung stellt erhöhte Anforderungen an die IT-Sicherheit, um keine neuen Gelegenheiten für Angreifer zu schaffen. Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. listet kostenfreie IT-Sicherheitslösungen seiner Mitglieder, um betroffenen Anwendern Unterstützung zu bieten.

Die Smart CJM GmbH bietet eine Cloud-basierte Lösung an, die den öffentlichen Einrichtungen dabei helfen kann, Termine online zu kanalisieren und somit den Publikumsverkehr zu steuern. Bürger sollen nur Gebäudezutritt erhalten, wenn sie am heimischen PC oder mit mobilen Endgeräten einen Termin gebucht haben. Überfüllte Wartebereiche sollen dadurch vermieden werden.

Schulen

Als IT-Partner von Bildungseinrichtungen sieht sich Fujitsu in der Verantwortung, Schulen in dieser Ausnahmesituation zu unterstützen. Diese können bis Ende Juli kostenfrei die Lernplattform Securon Light nutzen. Die Plattform ermöglicht, basierend auf Cloud-Technologie, einen orts- und zeitunabhängigen Zugriff auf Lerninhalte und bietet laut Fujitsu maximale Datensicherheit durch Einhaltung der DSGVO. Neben der Bereitstellung von Arbeitsblättern und Hausaufgaben mit Hilfe einer intuitiven Dateiablage ist zusätzlich ein direkter Austausch über ein Konferenztool und ein Forum möglich.

Teamplace von Cortado ist eine Cloudlösung für Schulen und Universitäten. Sie ist immer kostenlos bis 5 GB. Während der Coronakrise ist die Lösung bis zu 50 GB kostenfrei. Mit Teamplace können Schulen Unterrichtsinhalte verteilen, die Zusammenarbeit von Gruppenprojekten sowie einen Austausch im Kollegium ermöglichen und Studienarbeiten einsammeln.

Sobald wieder Leben in die Klassenzimmer einkehrt, wird die langfristige Basis digitaler Bildung vor Ort das WLAN an Schulen sein. Auch für Schulen gibt es den theoretischen WLAN Planungsservice DAS-P-WiFi von D-Link bis zum 31. Juli 2020 kostenfrei. Mit der kostenfreien theoretischen WLAN-Ausleuchtung können Schulen schnell und unkompliziert ermitteln lassen, wie viele Access Points und Switches für das eigene Schulgebäude benötigt werden. Diese Informationen können dann ideal für die Fördermittel-Antragsstellung bzw. einen Medienentwicklungsplan genutzt werden. Interessenten können sich unter der Rufnummer 06196/7799-500 oder per E-Mail informieren.

Angesichts der Coronakrise bietet die GWDG in Partnerschaft mit ownCloud eine unentgeltliche Kollaborationsplattform für die Studierenden und Mitarbeiter aller deutschen Schulen bis zum Ende ihrer jeweiligen Sommerferien an. Damit haben sie die Möglichkeit, in Zeiten geschlossener Schulen einen sicheren und effizienten digitalen Unterricht zu unterstützen. Interessierte Schulen und Lehrkräfte können sich per eMail dafür direkt an die GWDG wenden.

Der Aufrechterhaltung des Bildungs- und Lehrbetriebs während der Corona-Pandemie dient auch das Projekt „openUp2U“, das ab sofort Schulen und Universitäten Europas eine sichere eLearning-Plattform zur Verfügung stellt. Diese basiert auf EOS und ownCloud und ermöglicht es Studierenden, Schülern und Lehrkräften jederzeit und völlig ortsunabhängig über ihre Mobilgeräte digital zusammenzuarbeiten. Via eMail können sich interessierte Universitäten und Schulen an das openUp2U-Projekt wenden. Es setzt auf dem von der EU geförderten Projekt „Up2U“ (Up2University) auf und wird von dessen Projektpartnern unterstützt.

Microsoft bietet Bildungseinrichtungen grundsätzlich das kostenfreie Angebot Office 365 Education (A1), das auch in der aktuellen Krise fortbesteht. Das Angebot enthält – neben den klassischen Office Web-Apps – auch den digitalen Lern- und Kollaborations-Hub „Microsoft Teams“.

Damit während der Corona-Krise möglichst viele Nutzer von den Vorteilen virtueller Kollaboration profitieren können, stellt Clevertouch unter anderem für Schulen 1.000 Lizenzen der Unified-Communication-Lösung Stage für eine Nutzungsdauer von 60 Tagen kostenfrei zur Verfügung. Interessenten können sich unter www.clevertouch.com/work-and-learn-anywhere registrieren

Schulen in Deutschland bleiben mindestens bis zu den Osterferien geschlossen. Um den Unterricht nicht komplett ausfallen zu lassen, sind Schulen plötzlich auf digitale Kommunikation angewiesen, doch technisch meist nicht ausreichend darauf vorbereitet. Mailbox.org bietet ab sofort die Infrastruktur für sicheren Austausch zwischen Lehrern, Schülern und Eltern. E-Mails können damit DSGVO-konform verschlüsselt sowie werbefrei versendet und empfangen werden. Das „Lehrerpostfach“ ist ab sofort verfügbar und kostet inklusive Schulschließungsrabatt von 50 Prozent bis zu den jeweiligen Sommerferien 2,25 Euro im Monat pro Postfach. Inbegriffen ist ein fester Ansprechpartner bei mailbox.org für die Beratung und schnelle Implementierung.

Da Schulen und Universitäten in Deutschland aufgrund der Corona-Pandemie ihre Türen geschlossen halten, ermöglicht die Sprachlern-App Babbel den Schüler*innen und Student*innen die Gratis-Nutzung der Babbel-App. Das Angebot gilt zunächst für einen Monat und umfasst Zugang zu mehr als 55.000 Lektionen, die jederzeit per App oder per Desktop am Computer verfügbar sind.

Haben auch Sie Unterstützungsangebote für Behörden und Schulen? Dann schreiben Sie uns unter redaktion.egovcom@vogel-it.de.

Angebote und Aktionen für den Healthcare-Bereich finden Sie in unserem Partnerportal Healthcare Computing.

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Über den Autor

 Ira Zahorsky

Ira Zahorsky

Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS