Mitarbeiterorientierte Personalarbeit im Krankenhaus

Talentmanagement schafft mitarbeiterorientiertes Arbeitsumfeld

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

„umantis Talent Management“ schafft laut Hersteller die Grundlage für ein effektives Bewerbungs- und Weiterbildungscontrolling im Krankenhaus
„umantis Talent Management“ schafft laut Hersteller die Grundlage für ein effektives Bewerbungs- und Weiterbildungscontrolling im Krankenhaus (Bild: Haufe)

Die Nachfrage nach Krankenhauspersonal ist in Deutschland größer als deren Verfügbarkeit. Demografische Entwicklungen tragen dazu ebenso bei wie die zunehmende Multimorbidität der Patienten. Kliniken sind gezwungen, ihr Recruiting zu optimieren und ihre Personalarbeit zu professionalisieren, wollen sie Fachkräfte für sich gewinnen und binden.

Eine Umfrage der Dualen Hochschule Baden-Württemberg unter der Leitung von Prof. Dr. Benedikt Hackl zeigt: Ein attraktiver Arbeitgeber zeichnet sich vor allem durch Weiterbildungsoptionen, Karriereförderung und kontinuierliches Feedback aus.

Haufe zeigt auf dem 10. Personalkongress der Krankenhäuser vom 22. bis 23. September in Bonn, wie softwaregestütztes Talentmanagement den Kliniken dabei hilft, ein mitarbeiterorientiertes Arbeitsumfeld zu schaffen. Mit der Software „umantis Talent Management“ bietet Haufe den Krankenhäusern eine webbasierte Lösung an, die alle Prozesse rund um den Lebenszyklus eines Mitarbeiters abdeckt: Bewerbermanagement, Onboarding, Kompetenzmanagement, Mitarbeitergespräche, Weiterbildung und internes Netzwerk.

Orientierung an Google & Co.

Die Oberfläche orientiert sich an Internetanwendungen wie Google und lässt sich fast ohne Schulung bedienen. Um Daten wie Kompetenzen, Qualifikationen oder Ziele möglichst effektiv und ohne hohen Aufwand sammeln und nutzen zu können, werden Freitextfelder eingesetzt. Die Software dient als grundlegendes Instrument für die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen Ärzten oder Pflegekräften, Vor-gesetzten und Personalabteilung. So werden Mitarbeiter befähigt, die Aufgaben und Ziele für die eigene Entwicklung und Leistung selbst vorzuschlagen und sich darüber mit Vorgesetzten abzustimmen.

Mit diesem Bottom-Up Ansatz, der die Eigenverantwortung fördert, will sich Haufe grundlegend von anderen Anbietern unterscheiden

. umantis Talent Management lässt sich über jeden gängigen Standardbrowser betreiben; alle Funktionen sind mobil vollständig abrufbar.

Effektives Personalcontrolling

Über die integrierte Software für Talentmanagement erhalten Krankenhäuser Zugriff auf wichtige Personalkennzahlen. Im Recruiting lässt sich beispielsweise die Quote von Bewerbungszusage oder -rückzug, die Herkunft der Bewerbung, die Dauer des Personalbeschaffungsprozesses oder die Altersstruktur der Bewerber untersuchen. Im Bereich Weiterbildung können die Kosten pro Berufsgruppe oder die im Rahmen von Zertifizierungen gefor-derten Qualifikationsquoten bestimmt werden. So schafft umantis Talent Management laut Aussage der Herstellers die Grundlage für ein effektives Bewerbungs- und Weiterbildungscontrolling im Krankenhaus. Eine Verknüpfung zum vorhandenen Personalinformationssystem und die Einbindung von Jobbörsen sind ebenfalls möglich.

Recruiting nahe am Bewerber

Durch professionelles Bewerbermanagement konnte die Universitätsmedizin Mannheim die Time-to-hire, also die Zeit von der Ausschreibung bis zur Einstellung, deutlich reduzieren – von 121 auf durchschnittlich nur noch 17 Tage. Gleichzeitig ist die Anzahl der online eingegangenen Bewerbungen in der gleichen Zeit – innerhalb eines halben Jahres – von monatlich 92 auf 310 angestiegen. Auch die Vivantes-Netzwerk für Gesundheit GmbH, die mit knapp 15.000 Mitarbeitern, neun Krankenhäusern, 13 Pflegeheimen und weiteren medizinischen Einrichtungen der größte kommunale Krankenhauskonzern Deutschlands ist, setzt seit kurzem auf umantis Talent Management.

Das angestrebte Ziel ist es, sich nach außen hin moderner zu präsentieren und näher an die jüngere Generation der Bewerber heranzurücken. Darüber hinaus ist die Software von Haufe unter anderem im Klinikum Ernst von Bergmann, im Schwarzwald-Baar Klinikum, im Herz- und Diabeteszentrum NRW, im Städtischen Klinikum in Braunschweig sowie in vielen anderen Häusern im Einsatz.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42849557 / Management/Finanzen)