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Kommentar von IDC T-Systems zeigt positive Resultate und insgesamt bessere Ergebnisse

Autor / Redakteur: Matthias Kraus / Katrin Hofmann

T-Systems setzt ihr Wachstum mit 3,8 Prozent im 3. Quartal 2010 weiterhin fort und verbessert ihr Ergebnis in den ersten neun Monaten des Kalenderjahres 2010 um insgesamt 2,6 Prozent. Bedeutend dabei ist, dass sich die Geschäfte mit externen Kunden besser entwickelt haben als die mit dem Mutterkonzern Deutsche Telekom.

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Matthias Kraus, Research Analyst bei IDC in Frankfurt
Matthias Kraus, Research Analyst bei IDC in Frankfurt
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Umsatz von T-Systems mit externen Kunden wuchs sechs Prozent im 3. Quartal 2010 (erwartet wurden fünf Prozent) und insgesamt 5,8 Prozent in den Quartalen 1 bis 3. Im Detail betrachtet entwickelten sich die Bereiche Computing (Datacenter Services) und Systems Integration sehr gut (sechs Prozent und 9,3 Prozent), und machen den leichten Rückgang bei Desktop- (-1,1 Prozent) und Telekommunikations Services (-3,5 Prozent) wieder wett.

Zuwachs im Cloud-Computing-Segment

Die anhaltende Umsatzsteigerung im Computing-Umfeld ist keine Überraschung, da sie überwiegend auf die vermehrt gewonnenen Outsourcing-Verträge zurückzuführen ist. Im dritten Quartal haben insbesondere die Verträge beispielsweise mit der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung, der Deka-Bank und TUI Travel, die gegen Ende 2009 und Anfang 2010 abgeschlossen wurden, zum Wachstum beigetragen. IDC geht davon aus, dass sich dieses Wachstum voraussichtlich fortsetzen wird.

Was jedoch sehr überraschend und auch beeindruckend war, ist das 9,3-prozentige Wachstum des Bereiches Systems Integration, dem traditionellen SAP-Geschäft, das bisher schwächelte. Wir sind der Meinung, dass dieses Segment immer noch zu stark vom breiteren Infrastrukturgeschäft getrennt ist. Dennoch hat sich das Geschäft von Quartal zu Quartal verbessert – es wurde sogar ein nachhaltiges Wachstum während der Sommermonate erreicht. Systems Integration ist natürlich als Delivery-Organisation für die Deutsche Telekom wichtig. Mehr noch: T-Systems CEO Reinhard Clemens betont, dass Systems Integration eine strategische Rolle bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder spielt. Dies können beispielsweise die Entwicklung und das Bereitstellen von cloud-basierten, consumer-orientierten Anwendungen, zusammen mit T-Systems Kunden in den jeweiligen vertikalen Märkten, sein. Um eine solche Rolle zu übernehmen, glauben wir, dass Systems Integration einer gewissen Robustheit bedarf, was hier durch den Umsatzzuwachs und die EBIT-Ergebnisse bestätigt wird.

Desktop und TK rückläufig

Zwar zeigten Desktop- und Telekommunkations-Services Umsatzrückgänge auf, doch beide Bereiche hatten damit schon einige Zeit zu kämpfen. Ausschlaggebend für diese Entwicklungen waren der Preisverfall sowie die fehlenden internen Aufträge, aber auch die allgemeine Marktsituation. Wirtschaftlichkeit war immer schon ein Schwachpunkt bei T-Systems, aber trotz niedriger Rentabilität – 3,3 Prozent nach berichtigtem EBITDA im 3. Quartal 2010 – hat sich dennoch die Marge von 3,0 Prozent verbessert. Vor dem Hintergrund, dass T-Systems kürzlich viele neue Outsourcing-Verträge abgeschlossen hat, die natürlich anfangs einen negativen Einfluss auf die Margen haben, sind wir der Meinung, dass dies ein recht gutes Ergebnis und sicherlich ein positiver Trend für das Unternehmen ist. Insgesamt also ein gutes drittes Quartal für T-Systems.

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