Europäische Helix Nebula Science Cloud geht in Pilotphase

T-Systems gewinnt Aufträge um HNSciCloud

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

In Vorbereitung auf Helix Nebula nutzt das Kernforschungszentrum CERN bereits seit 2016 Rechenleistungen aus der Open Telekom Cloud.
In Vorbereitung auf Helix Nebula nutzt das Kernforschungszentrum CERN bereits seit 2016 Rechenleistungen aus der Open Telekom Cloud. (Bild: ©vchalup - stock.adobe.com)

Die Helix Nebula Science Cloud (HNSciCLoud) geht in die Pilotphase. Im Auftrag des Kernforschungszentrums CERN realisiert T-Systems hierfür eine High-Performance-Lösung sowie eine Multi-Cloud-Lösung.

Am 6. Februar ist die HNSciCloud PCP (PCP = Pre-Commercial Procurement) in die Pilotphase gegangen und hat zwei Lieferanten mit der Bereitstellung von Diensten beauftragt. Dabei hat sich T-Systems nach eigenen Angaben gleich doppelt in einem Wettbewerb verschiedener Lösungen für eine hybride Cloud-Plattform durchgesetzt: Mit einer High-Performance-Cloud sowie einer Multi-Cloud-Lösung, die Software des Partners SixSq nutzt.

Nach der Pilotphase soll der kommerzielle Betrieb starten.
Nach der Pilotphase soll der kommerzielle Betrieb starten. (Bild: HNSciCloud.eu)

Helix Nebula nutzt damit die Open Telekom Cloud, die von der Geschäftskundensparte T-Systems betrieben und gemanagt wird. Das Public Cloud-Angebot basiert auf der offenen Software-Architektur OpenStack und soll Forscher schnell sowie unkompliziert mit IT-Ressourcen versorgen: Computing-, Storage-, Netz-, Sicherheits- und Management-Leistungen lassen sich beliebig innerhalb weniger Minuten zu- und abbuchen.

Zudem wirbt die Telekom mit einer Verfügbarkeit von mindestens 99,95 Prozent sowie „Compliance Made in Germany“. So sei die Open Telekom Cloud nach dem Trusted Cloud Datenschutz Profil (TCDP 1.0) zertifiziert und biete Unternehmen damit die technischen Voraussetzungen, um die künftigen Anforderungen der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu erfüllen.

Die per HNSciCloud bereitgestellten Ressourcen sollen von Forschungseinrichtungen genutzt werden, deren Rechenzentren den wachsenden Bedarf an Speicher-, Netzwerk- und Rechenkapazitäten nicht mehr allein decken können. Das Projekt ist als Public Private Partnership angelegt. Finanziert wird das PCP von zehn europäischen Forschungseinrichtungen (CERN, CNRS, DESY, EMBL-EBI, ESRF, IFAE, INFN, KIT, STFC, SURFSara) sowie Geldern der Europäischen Kommission. Nach der Pilotphase soll das vom CERN koordinierte Projekt in den kommerziellen Betrieb übergehen.

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