Gute Basis für neue Anwendungen mit De-Mail und eID-Funktion

Synergieeffekte schaffen und nutzen

| Autor / Redakteur: Cornelia Rogall-Grothe / Manfred Klein

Bundesinnenminister Thomas de Maizière traf sich der CeBIT 2014 mit Vertreterinnen und Vertretern der Modellregion nPA NRW sowie weiteren Kooperationspartnern der E-Government-Initiative
Bundesinnenminister Thomas de Maizière traf sich der CeBIT 2014 mit Vertreterinnen und Vertretern der Modellregion nPA NRW sowie weiteren Kooperationspartnern der E-Government-Initiative (Foto: BMI)

Eine weitere Phase der eGovernment-Initiative zur Förderung von De-Mail und der Online-Ausfunktion neigt sich dem Ende zu. Gut zwei Jahre nach dem Start der Initiative zieht Cornelia Rogall-Grothe, IT-Beauftragte der Bundesregierung und Staats­sekretärin im Bundesinnen­ministerium (BMI), Bilanz und gibt einen Ausblick auf die weiteren Arbeitsschwerpunkte.

Im Juli endet die zweite Phase der eGovernment-Initiative für De-Mail und die Online-Ausweisfunktion, die mit dem Personalausweis und dem elektronischen Aufenthaltstitel genutzt werden kann. Dann werden insgesamt 53 Behörden von Bund, Ländern und Kommunen Beratungsleistungen zur Umsetzung von 71 Vorhaben erhalten haben, mit denen attraktive eID- und De-Mail-Anwendungen entwickelt werden sollten.

Mit der eGovernment-Initiative sind wir im Frühjahr 2012 angetreten, um mit gezielten Impulsen die bundesweite Nutzung von De-Mail und der eID-Funktion voranzubringen, deren Bedeutung wir zuallererst in der verbesserten Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger im Internet sehen. Denn mit De-Mail und der Online-Ausweisfunktion können sich beide Seiten sicher identifizieren. Es kommen zuverlässige Verschlüsselungstechnologien bei der Übermittlung persönlicher Daten zum Einsatz. Damit bieten sie einen wirksamen Schutz vor Datenmissbrauch. Darüber hinaus ermöglichen die beiden staatlich geregelten Infrastrukturen durchgängig elektronische, dadurch effiziente und zugleich nutzerfreundliche Verwaltungsdienste, die von den Bürgern einfach und bequem am PC erledigt und in der Verwaltung ohne Medienbruch bearbeitet werden können.

Um diese Vorteile zügig für das deutsche eGovernment zu erschließen, wollten wir die Entwicklung neuer Nutzungsmöglichkeiten für De-Mail und die eID-Funktion des Personalausweises und des elektronischen Aufenthaltstitels auf allen Verwaltungsebenen anregen und praxisnahes Wissen zur Implementierung bereitstellen. Dadurch sollten mehr attraktive und sichere eGovernment-Angebote entstehen. Zugleich sollten die praktischen Erfahrungen und Erkenntnisse der Teilnehmer von weiteren Behörden und Unternehmen nachgenutzt werden können.

Neue Anwendungen, neues Wissen

14 von der Initiative unterstützte, neue eID-Anwendungen sind online, die restlichen Behörden arbeiten an ihren Live-Schaltungen. Vier Behörden haben den Zugang für De-Mail eröffnet,zahlreiche Kooperationspartner bereiten die Ausschreibung des De-Mail-Anbieters vor oder befinden sich in der Ausschreibungsphase.

Insgesamt erhielten beziehungsweise erhalten bis Ende Juli 53 Behörden von Bund, Ländern und Kommunen Beratungsleistungen zur Umsetzung von 71 Vorhaben. 39 Ergebnisdokumente zu eID-Vorhaben und 23 Ergebnisdokumente von De-Mail-Vorhaben sind bereits im Internet veröffentlicht.

Diese Wissensbasis wird stetig ausgebaut mit Ergebnissen der Initiative sowie weiteren Informationen. Darunter sind auch Vorträge, die Kooperationspartner bei unseren Foren auf Fachveranstaltungen hielten. Zum Beispiel haben BMI, VITAKO, Länder sowie Kommunale Spitzenverbände und IT-Dienstleister von Oktober 2013 bis Februar 2014 sieben Regionalkonferenzen veranstaltet und unter anderem Vorhaben der Initiative aus den betreffenden Regionen vorgestellt. Da die Veranstaltungen mit über 1.500 Fachleuten, vorwiegend aus den Ländern und kommunalen Behörden, sehr gut besucht waren und die Resonanz durchweg positiv war, gehe ich davon aus, dass die Praxisberichte unsere Wissensbasis auf www.personalausweisportal.de und www.de-mail.de gut ergänzen und auf breites Interesse stoßen werden.

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