Beteiligungsportal gestartet

Stuttgart will den aktiven Bürger

| Redakteur: Susanne Ehneß

Übersichtliche Startseite des Stuttgarter Beteiligungsportals
Übersichtliche Startseite des Stuttgarter Beteiligungsportals (Bild: Stadt Stuttgart)

Das Engagement ihrer Bürger ist Baden-Württembergs Landeshauptstadt wichtig. In einem Pilotprojekt dürfen sich die Stuttgarter online an Bürgerversammlungen beteiligen. Dabei können sie Themen festlegen, Fragen anmelden und sich im Nachgang über die Umsetzung informieren.

„Beteiligungsportal“ nennt sich der Web-Auftritt, über den die Stuttgarter zum ersten Mal die Möglichkeit haben, sich per Internet bei Bürgerversammlungen zu engagieren. Allerdings steckt das Projekt noch in den Kinderschuhen, der Stadtbezirk Obertürkheim startete vor fünf Tagen mit dem Pilotbetrieb.

Der erste Praxistest wird wohl Mitte Oktober über die Bühne gehen: Über die Startseite des Online-Portals lässt sich die Obertürkheimer Bürgerversammlung am 14. Oktober anwählen. Bereits jetzt dürfen die Bürger Themen festlegen. Als Zusatzinfo ist das Protokoll der letzten Versammlung als PDF hinterlegt.

„Internetbasierte Bürgerbeteiligungsverfahren werden immer wichtiger. Darauf haben wir als Stadt Stuttgart reagiert“, weiß Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle. Er hofft, dass sich möglichst viele Bürger bereits in der Anfangsphase für das Portal begeistern lassen. „Denn mit dem neuen Verfahren haben sie die Chance, ihren Stadtbezirk noch aktiver mitzugestalten“, so Wölfle weiter.

Abwarten, dann durchstarten

Die anstehende Bürgerversammlung in Obertürkheim wird Gradmesser für die Akzeptanz durch die Bürger sein. Wird das Portal gut angenommen, soll es ausgebaut werden. Ziel ist, dort einen Großteil der Bürgerbeteiligungsverfahren abzubilden. Bürgerversammlungen sollen künftig grundsätzlich online begleitet werden.

Vier Phasen

Die Teilnahme an der Versammlung via Internet geschieht in vier Schritten:

  • Themenvorschläge auswählen
  • Fragen anmelden & Fragen anderer Nutzer bewerten. Die Beantwortung der Fragen soll entweder direkt bei der Bürgerversammlung oder auf elektronischem Wege geschehen.
  • Bürgerversammlung vor Ort
  • Nachberichterstattung

Um die Beteiligung noch zu verstärken, soll die Website auch mobil genutzt werden: Das Portal wurde für Smartphones optimiert.

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