Green IT im Stromnetz

Studie zu Verteilnetzen stellt fest: IT senkt Kosten der Energiewende

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Deutschland zuckelt hinterher

Änderung im Netzausbaubedarf im Vergleich zum Referenzergebnis (konventioneller Netzausbau ohne Erzeugungsmanagement) sowie der nicht eingespeiste Strom bis zum Jahr 2032 („EEG 2014“
Änderung im Netzausbaubedarf im Vergleich zum Referenzergebnis (konventioneller Netzausbau ohne Erzeugungsmanagement) sowie der nicht eingespeiste Strom bis zum Jahr 2032 („EEG 2014“
(Bild: BmWi)

Laut den Gutachtern der RWTH Aachen, dem Oldenburger Institut für Informatik (OFFIS) sowie dem Beratungsunternehmen E-Bridge Consulting kann „eine optimale Kombination aus innovativen Planungskonzepten unter Verwendung intelligenter Technologien die notwendigen Investitionen halbieren und die durchschnittlichen jährlichen Zusatzkosten bis zu 20 Prozent senken“. Konkret müssten also mindestens 57.000 km Leitungen gar nicht erst gebaut werden – fast das Anderthalbfache des Erdumfangs.

Nach Ansicht des Bitkom hängt Deutschland bei der intelligenten Integration der Erneuerbaren Energien ins Stromnetz hinterher. So investierte China nach einem Analystenbericht von Bloomberg im Jahr 2013 bereits 4,3 Milliarden Dollar in Smart Grids, die USA 3,6 Milliarden.

„Deutschland könnte weltweit Vorreiter sowohl bei der Erzeugung der erneuerbaren Energien sowie deren intelligenter Integration ins Netz werden – aber nur, wenn nun schnell gehandelt wird“, sagt Rohleder. So lege Deutschland zu Recht den Fokus auf die Sicherheit der Intelligenten Energienetze. Dieser Faktor werde immer wichtiger.

Intelligente Steuerung

Beispielsweise schlägt die BMWi-Studie vor, dass die Netzbetreiber künftig Solar- und Wind-Anlagen in geringem Maße auch steuern können. Sollte ein Abregeln von maximal 3 Prozent der Leistung dieser Anlagen möglich sein, würde das den notwendigen Ausbau der Verteilnetze um 40 Prozent senken. Wenn – wie bereits heute an manchen Sonntagen – die Mehrheit des Stroms aus Erneuerbaren Energien stammt, dann muss auch deren kommunikative Anbindung sicher sein.

Deshalb stehen mit den – vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifizierten – Smart Meter Gateways künftig hochsichere Kommunikationsgeräte zur Verfügung. Sie ermöglichen eine verschlüsselte Kommunikation mit den anderen Akteuren des Energiesystems. „Die Energiewende kann nur durch den stärkeren Einsatz von IT gelingen“, sagt Rohleder. „Die Politik muss jetzt den Aufbau dieser Infrastruktur zügig vorantreiben, indem sie die Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag umsetzt.“

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