Zukunftspfade Digitales Deutschland 2020

Studie fordert mehr Kompetenzen für den IT-Planungsrat

Seite: 2/4

Firmen zum Thema

Weitere zentrale Ergebnisse formulieren die Autoren so: „Das Engagement des Staates muss sich unmittelbar auf die Grundlagenthemen 'Digitale Infrastruktur', 'Digitale Souveränität' sowie 'IT-Sicherheit und Datenschutz' fokussieren.“

In nahezu allen von der Digitalisierung betroffenen Lebenswelten spielten diese drei Bereiche eine übergeordnete Rolle und seien Grundvoraussetzung für die weitere Ausgestaltung.

„Um gestärkt aus der Digitalisierung hervorzugehen, muss der Staat seine Gestaltungsmöglichkeiten ausschöpfen und die Grundlagenthemen bei der Weiterentwicklung der Vernetzung priorisieren. Im föderalen Kontext soll der IT-Planungsrat bei der Gestaltung der Digitalisierung eine treibende Rolle als steuernder Moderator, Koordinator und gestaltende Kraft einnehmen.“

Politische Priorität Breitbandausbau

Darüber hinaus müsse der flächendeckende Breitbandausbau in Stadt und Land sowie für alle Gebäude höchste politische Priorität erhalten.

„Der Staat muss die treibende Kraft beim Ausbau einer zukunftssicheren Breitbandinfrastruktur sein, das heißt der Ausbau der Netze sollte vor allem im Rahmen der Finanzplanung höher priorisiert werden.“

Nur der rein marktwirtschaftlich getriebene Infrastrukturwettbewerb werde zu keiner flächendeckenden zukunftsfähigen Versorgung in ganz Deutschland führen. Die aktuelle Vorgehensweise des selektiven Breitbandausbaus müsse daher grundlegend überdacht werden und durch eine strategisch geplante und systematische Herangehensweise ersetzt werden.

„Nur so können die tatsächlichen Bedürfnisse der Anwender auf der einen sowie die der Anbieter auf der anderen Seite in Einklang gebracht werden.“

(ID:42393366)