Zukunftspfade Digitales Deutschland 2020

Studie fordert mehr Kompetenzen für den IT-Planungsrat

| Redakteur: Manfred Klein

(Foto: Bundesinnenministerium)

Das Bundesinnenministerium (BMI) hat eine Expertenstudie zur Gestaltung des digitalen Fortschritts in Deutschland veröffentlicht. Die Studie „Zukunftspfade Digitales Deutschland 2020“ wurde im Auftrag des BMI sowie der IT-Beauftragen von Bayern, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen erstellt.

Ziel der Studie ist es, Impulse für ein „Digitales Deutschland“ zu setzen und dabei auch den föderalen Gedanken zu stärken.

Dazu die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe „Wir brauchen eine digitale Strategie, um die Chancen der zunehmenden Vernetzung aller Lebensbereiche optimal nutzen zu können. Mit Blick auf die beginnende Legislaturperiode im Bund ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Aufgabe und Rolle des Staates bei der Gestaltung der Digitalisierung in einem breiteren Kreis zu erörtern. Die Expertenstudie unterbreitet dazu erste Vorschläge. Unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg der Digitalisierung wird das Vertrauen in die Sicherheit der Informations- und Kommunikationstechnik und den Schutz unserer Daten sein.“

Die Studie erfasst und beschreibt nahezu alle gesellschaftspolitisch relevanten Kernbereiche der Digitalisierung. So werden neben den digitalen Trends in Politik und Verwaltung auch die Grundlagenthemen wie Infrastruktur, Souveränität, Sicherheit und Datenschutz, aber auch die digitalen Lebenswelten der Bürger (Verwaltung, Arbeit, Verkehr und Mobilität, Umwelt und Energie, Gesundheit und Kultur) in den Fokus gerückt.

Nach Ansicht der über 500 befragten Experten muss sich das Engagement des Staates unmittelbar auf die Basisthemen „Digitale Infrastruktur“, „Digitale Souveränität“ und „IT-Sicherheit und Datenschutz“ konzentrieren. Im föderalen Kontext sollte der IT-Planungsrat bei der Gestaltung der Digitalisierung eine treibende Rolle als steuernder Moderator, Koordinator und gestaltende Kraft einnehmen.

Nach Ansicht der Autoren zeigen die Ergebnisse der Expertenbefragung und die daraus abgeleiteten Erkenntnisse, dass eine ganzheitliche, übergreifende Digitalisierungs- und IT-Strategie für Deutschland zeitnah zwingend erforderlich ist.

Nur so seien die zukünftigen Potenziale des digitalen Wandels zum Wohle der Gesellschaft und der Wirtschaft bestmöglich nutzbar. Daher bedürfe es eines gemeinsamen Vorgehens und zeitnaher Maßnahmen zur Gestaltung der IT-Systeme und Infrastrukturen in den verschiedenen Lebenswelten der Bürger.

Dies trage nachhaltig dazu bei, den Menschen in Deutschland eine hohe Lebensqualität auch in Zukunft zu sichern.

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Ich finde das sehr interessant und wichtig: Im föderalen Kontext sollte der IT-Planungsrat bei der...  lesen
posted am 13.11.2013 um 10:05 von Unregistriert

Mehr Kompetenzen ohne mehr Sachverstand? So langen man auch IT-Beauftragter ohne Sachkompetenz...  lesen
posted am 06.11.2013 um 07:27 von Unregistriert


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